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Johann Wolfgang von Goethe

Faust

Spielstätte: Schauspielhaus
Fr20.09.20:00Restkarten
Sa21.09.20:00Karten
Fr27.09.20:00Karten
Sa28.09.20:00Karten
Do10.10.20:00Restkarten
So13.10.18:00Restkarten
Do17.10.20:00Karten
Mi23.10.20:00Restkarten
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»Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.« Mit seinem unstillbaren Verlangen nach Erkenntnis gilt Faust als Sinnbild des modernen Menschen. Er  möchte wissen »was die Welt im Innersten zusammenhält.« Er hinterfragt und missachtet althergebrachte Regeln, fühlt sich von der Gesellschaft entfremdet und möchte in jeder Beziehung über sie hinauswachsen: Für die Erfüllung all seiner Wünsche ist er bereit, dem Teufel seine Seele zu überlassen. Mephisto, »ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft«, bemüht sich mit allen Mitteln seiner Zauberkunst um Fausts Seele und führt ihn dabei mitten hinein ins pralle irdische Leben, mit all seinen Verführungen und Abgründen, und hin zu Gretchen: Die junge Frau wird zur Projektionsfläche faustischen Begehrens und schließlich zum Opfer seines Größenwahns.

Kein Werk nach der Luther-Bibel hat so viele Spuren in der deutschen Sprache und Geschichte hinterlassen wie Goethes »Faust«. Es gilt als das deutsche literarische Werk, als  die Thematisierung des menschlichen Urkonflikts schlechthin: der Mensch als zugleich kreativstes und destruktivstes Wesen in der unüberbrückbaren Spannung zwischen gesellschaftlich und moralisch gesetzten  Grenzen und deren permanenter Überschreitung. 
 

Regie  Annette Pullen | Bühne Iris Kraft | Kostüme Barbara Aigner

Premiere: 20./21. September 2019