Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Stückentwicklung

Kiel und die Verbrechen des Nationalsozialismus (Arbeitstitel)

Uraufführung

Die Zeit des Nationalsozialismus ist in vielen Bereichen sehr gut erforscht, aber gleichzeitig gibt es immer noch eine Menge blinder Flecken. Auch in Kiel sind eine große Menge Akten am Ende des Zweiten Weltkrieges auf Anordnung der Gestapo systematisch vernichtet worden. Die Geschichten vieler Kieler Opfer und Täter*innen der NS-Zeit sind daher vielfach unbekannt. Um diese historischen Lücken besser zu schließen, plant die Stadt ein neues Institut zur Kieler Geschichte des 20. Jahrhunderts. Auch das Schauspiel Kiel hat sich immer wieder sowohl mit Formen des dokumentarischen Theaters als auch mit den historischen und aktuellen Themen der Stadt künstlerisch und kritisch auseinandergesetzt, zuletzt mit dem mobilen Großprojekt »Neunzehnachtzehn« zum Arbeiterund Matrosenaufstand.

Das neue Projekt will Täter*innen- und Opferperspektiven und auch ihre heute noch teilweise widersprüchliche Rezeption recherchieren und diese in einen Theaterabend zur Kieler Erinnerungskultur verwandeln. Im thematischen Zentrum soll dabei das Thema Euthanasie stehen, eines der großen Verbrechen der NS-Zeit, bei dem auch einige in Kiel und Schleswig-Holstein wirkende Protagonisten zum Teil sehr aktive, zum Teil zumindest zwiespältige Rollen gespielt haben.

Die junge Regisseurin Marie Schwesinger war bereits in der letzten Spielzeit mit ihrer Produktion »Gegen alle Widerstände« am Schauspiel Kiel zu Gast. Darin setzte sie sich mit den recherchebasierten Mitteln des Dokumentartheaters mit den Frankfurter Auschwitzprozessen auseinander.

Premiere: 7. Mai 2023 (Studio)

Download: Gruppenbuchungsformular