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MEMBRA. Als ich im Sterben lag

Dokumentarisches Musiktheater mit Video, 90 Minuten

»MEMBRA. Als ich im Sterben« lag ist ein dokumentarisches Musiktheater mit Video für fünf Sänger*innen und Barockensemble nach Dieterich Buxtehudes Kantatenzyklus »Membra Jesu Nostri«. Das Stück entstand in Zusammenarbeit mit der Kieler Klinik für Strahlentherapie und setzt sich dokumentarisch mit der Veränderung des Lebens durch eine schwere, lebensverkürzende Krankheit auseinander. Der Regisseur Martin Mutschler und der Filmer Madis Luik interviewten Krebspatient*innen insbesondere zu der Frage, wie die reale Bedrohung durch den Tod den Blick auf das eigene Leben, das schon gelebte wie das zukünftige, verändert. Die Inszenierung kombiniert Dokumentarfilm, Musik und Tanz zu einem Musiktheaterstück, in dem fünf Darsteller*innen/Figuren sich treffen, um den vielleicht letzten Sommertag miteinander zu verbringen. Denn was morgen ist, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass wir heute beisammen sind.

Das Stück wird im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der hospiz-initiative kiel e. V. aufgeführt.

Die Premiere fand am 16.11.2017 in Hamburg statt.

Besetzung: Francesco Giusti, Michael Hanisch, Eva Martí, Markus Paul, Lisa Florentine Schmalz
Es spielt das Ensemble rheinbarock
Musikalische Leitung: Felix Schönherr
Regie: Martin Mutschler
Film: Madis Luik
Bühne: Thilo Ullrich
Kostüm: Dennis Peschke
Dramaturgie: Evarts Svilpe
Produktionsleitung: Kristin Hansen

Pressestimmen

Große Sensibilität (18.11.2017)

Insgesamt verrät die Inszenierung eine große, nicht nur künstlerische Sensibilität. Regisseur Martin Mutschler lässt sowohl den Stimmen der Krebskranken als auch der Musik ihr eigenes Tempo, seine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben wird nie voyeuristisch oder sentimental. Im Gegenteil, sie hat sogar heitere Momente – wenn ein Patient seine Atemnot norddeutsch-lakonisch herunterspielt oder die Sänger sich lachend mit Wasser bespritzen. Genießen wir den Augenblick ganz bewusst, es könnte unser letzter sein. Gerade weil der Abend nie rührselig wird, berührt er umso mehr. Etwa mit dem kurz aufscheinenden Lächeln der kahlköpfigen Frau, als sie vom kleinen Rest Hoffnung spricht. Den will sie sich nicht nehmen lassen. Einer von vielen Momenten, die einen noch lange begleiten werden.

Hamburger Abendblatt -