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Robert Habeck / Andrea Paluch

Neunzehnachtzehn

Di10.03.20:00 Ausverkauft
Di17.03.20:00 Ausverkauft
Di24.03.20:00 Ausverkauft
Mi25.03.20:00 Ausverkauft
Di31.03.20:00 Ausverkauft

Oktober 1918. Matrosen der Hochseeflotte verweigern ein erneutes Auslaufen der Kaiserlichen Schiffe in den letzten Kriegstagen. Ein Großteil der Flotte wird nach Kiel verlegt, einige Anführer des Aufstandes in Arrest gebracht. Am 1. November 1918 fordern im Kieler Gewerkschaftshaus Matrosen und Arbeiter die Freilassung der Inhaftierten. Zwei Tage später findet eine Versammlung statt; ein Demonstrationszug zur Arrestanstalt setzt sich in Bewegung; ein Zusammenstoß mit einer Patrouille fordert Todesopfer. Die Stimmung in Kiel droht zu kippen. Aus Befehlsverweigerung wird Aufstand, aus Aufstand wird Revolution und schließlich Demokratie. Robert Habeck, ehemaliger Minister in Schleswig-Holstein und aktuell Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen, hat gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch im Auftrag des Schauspiel Kiel ein packendes Stück geschrieben, das zu einer mobilen Theater-Erlebnisreise durch das revolutionäre Kiel wird. Diesmal in einer Wik-Version ohne Busse, aber mit teilweise neuen Orten des Geschehens. Eine theatrale Reise in eine Zeit, als Weltgeschichte von Kiel ausging.

Wichtige Informationen zum Ablauf:

Treffpunkt: Vor dem Haupttor der alten Maschinenhalle in der ehemaligen Marinetechnikschule, Arkonastraße 1, 24106 Kiel-Wik

Der erste, mobile Teil der Aufführung ist leider nicht barrierefrei.

Wir raten zu entsprechender Kleidung und festem Schuhwerk.

 

Wiederaufnahme 10. März 2020

Weitere Spieltermine folgen und werden im jeweiligen Monatsspielplan veröffentlicht.

Audio

Werkeinführung in zwei Minuten: »Neunzehnachtzehn«

Ab dem 1. Dezember 2018

Pressestimmen

Revolution! (09.12.2018)

Dieses Stück ist mehr als Theater. Es führt durch drei Stadtteile, mehrere Bustouren, einen kurzen Film wird es geben, und dann das große Finale in einer Maschinenhalle. [...]

Das Stück passt zu einer neuen Selbstvergewisserung für Demokraten, für die Habeck offensichtlich steht und auch stehen will, eine Art Gegenbewegung zur Neuen Rechten. Immerhin kam der Anstoß für die Demokratie auf deutschem Boden aus Kiel. Mit dem Matrosenaufstand vom 3. November 1918 begann alles.

Frankfurte Allgemeine Sonntagszeitung - Thomas Lindemann

Erlebnistour in die Geschichte (03.12.2018)

Über die Textcollage steckt der Zuschauer gleich mitten im Geschehen – und hat trotzdem den Blick von außen. Zum Beispiel in die ehemaligen Arrestzellen, die Ausstatter Thomas Rump als kleine Schreine eingerichtet hat, irgendwo zwischen Museum und Kunstinstallation.  [...]

Tatsächlich hat Regisseur Uhl hier eine Art Erlebnisreise in die Geschichte inszeniert, hinein in die Turbulenzen des Matrosenaufstands, der in den ersten Novembertagen 1918 Kiel erschütterte und zum Anfang vom Ende der Monarchie wurde. [...]

So pendelt der Abend zwischen Museumstour und Dokumentartheater, auch das eine Art der erweiterten Realität, die der Netzwelt sogar einiges voraus hat. Das Premierenpublikum, in dem sich viel Kieler Politikprominenz um das Autorenpaar Andrea Paluch und Grünen-Vorsitzender Robert Habeck drängte, wusste sie hörbar zu schätzen.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Theatraler Geschichtsunterricht (02.12.2018)

"Neunzehnachtzehn" bietet unterhaltsamen theatralen Geschichtsunterricht. In dem Theasen beispielhaft vorgeführt, nicht die Geschehnisse kammerspielartig verdichtet werden.

Die deutsche Bühne - Jens Fischer

Sieben Tage im November (01.12.2018)

Ein starker Abend ist dem Kieler Theater da gelungen, gedankluch und szenisch. Vom Ensemble bleibt Zacharias Preen im Noske-Part besonders nachhaltig in Erinnerung. Und mit Michael Uhls Kiel-Erkundung wächst auc das Interesse an den anderen Interpreten dieser missratenen deutschen Revolution.

nachtkritik - Michael Laages