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Robert Habeck / Andrea Paluch

Neunzehnachtzehn

Wiederaufnahme 2019/2020

 

Eine theatrale Reise in eine Zeit, als Weltgeschichte von Kiel ausging.

Ein großes, teilweise mobiles Theaterprojekt zum 100jährigen Jubiläum des Matrosenaufstandes. 

Oktober 1918. Matrosen der vor Wilhelmshaven liegenden Hochseeflotte verweigern ein erneutes Auslaufen der Kaiserlichen Schiffe in den letzten Kriegstagen. Ein Großteil der Flotte wird nach Kiel verlegt, einige Anführer des Aufstandes in Arrest gebracht. Am 1. November 1918 fordern im Kieler Gewerkschaftshaus Matrosen und Arbeiter die Freilassung der Inhaftierten. Zwei Tage später findet auf dem Großen Exerzierplatz eine große Versammlung statt; ein Demonstrationszug zur Arrestanstalt setzt sich in Bewegung; ein Zusammenstoß mit einer Patrouille fordert Todesopfer. Die Stimmung in Kiel droht zu kippen. Aus Befehlsverweigerung wird Aufstand, aus Aufstand wird Revolution und schließlich Demokratie.  

Robert Habeck, ehemaliger Minister in Schleswig-Holstein und aktuell Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hat gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch im Auftrag des Schauspiels Kiel ein faszinierendes Stück geschrieben, das zu einer mobilen Theater-Erlebnisreise durch das revolutionäre Kiel erweitert wird: Nach einem Prolog im ehemaligen Marinegefängnis in der Wik geht es mit Bussen direkt zu Orten des Geschehens, wobei die Zuschauerinnen und Zuschauer die Ereignisse entweder aus der Sicht der aufständischen Matrosen und Arbeiter oder aus der der kaisertreuen Offiziere auf verschiedene Arten erleben können. Mit der Ankunft Gustav Noskes in Kiel kehren wir, nach einer Pause, zum zweiten Teil nicht mobilen Teil des Abends in die Maschinenhalle zurück.

Wichtige Informationen zum Ablauf:

Treffpunkt: Vor dem Haupttor der alten Maschinenhalle in der ehemaligen Marinetechnikschule, Arkonastraße 1, 24106 Kiel-Wik

Der erste, mobile Teil der Aufführung ist leider nicht barrierefrei.

Da einzelne Teile auch außerhalb der Busse zu Fuß stattfinden, raten wir zu entsprechender Kleidung und festem Schuhwerk.

Audio

Werkeinführung in zwei Minuten: »Neunzehnachtzehn«

Ab dem 1. Dezember 2018

Pressestimmen

Revolution! (09.12.2018)

Dieses Stück ist mehr als Theater. Es führt durch drei Stadtteile, mehrere Bustouren, einen kurzen Film wird es geben, und dann das große Finale in einer Maschinenhalle. [...]

Das Stück passt zu einer neuen Selbstvergewisserung für Demokraten, für die Habeck offensichtlich steht und auch stehen will, eine Art Gegenbewegung zur Neuen Rechten. Immerhin kam der Anstoß für die Demokratie auf deutschem Boden aus Kiel. Mit dem Matrosenaufstand vom 3. November 1918 begann alles.

Frankfurte Allgemeine Sonntagszeitung - Thomas Lindemann

Erlebnistour in die Geschichte (03.12.2018)

Über die Textcollage steckt der Zuschauer gleich mitten im Geschehen – und hat trotzdem den Blick von außen. Zum Beispiel in die ehemaligen Arrestzellen, die Ausstatter Thomas Rump als kleine Schreine eingerichtet hat, irgendwo zwischen Museum und Kunstinstallation.  [...]

Tatsächlich hat Regisseur Uhl hier eine Art Erlebnisreise in die Geschichte inszeniert, hinein in die Turbulenzen des Matrosenaufstands, der in den ersten Novembertagen 1918 Kiel erschütterte und zum Anfang vom Ende der Monarchie wurde. [...]

So pendelt der Abend zwischen Museumstour und Dokumentartheater, auch das eine Art der erweiterten Realität, die der Netzwelt sogar einiges voraus hat. Das Premierenpublikum, in dem sich viel Kieler Politikprominenz um das Autorenpaar Andrea Paluch und Grünen-Vorsitzender Robert Habeck drängte, wusste sie hörbar zu schätzen.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Theatraler Geschichtsunterricht (02.12.2018)

"Neunzehnachtzehn" bietet unterhaltsamen theatralen Geschichtsunterricht. In dem Theasen beispielhaft vorgeführt, nicht die Geschehnisse kammerspielartig verdichtet werden.

Die deutsche Bühne - Jens Fischer

Sieben Tage im November (01.12.2018)

Ein starker Abend ist dem Kieler Theater da gelungen, gedankluch und szenisch. Vom Ensemble bleibt Zacharias Preen im Noske-Part besonders nachhaltig in Erinnerung. Und mit Michael Uhls Kiel-Erkundung wächst auc das Interesse an den anderen Interpreten dieser missratenen deutschen Revolution.

nachtkritik - Michael Laages