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David Mamet

Oleanna

Sa25.01.20:30 Ausverkauft
Fr14.02.20:30Karten
So16.02.19:30Karten
Fr21.02.20:30Karten

Ein Sprechzimmer in einer Universität, irgendwo in den USA. In drei sich immer weiter zuspitzenden Begegnungen treffen hier die junge Studentin Carol und ihr Professor John aufeinander. Aus einer scheinbar harmlosen Beratung über ein Seminar, das Carol besucht, entsteht dabei ein Missverständnis, das John nicht nur seine Karriere, sondern auch seine eigentlich glückliche Ehe kosten kann. Ein Missverständnis? Oder vielleicht doch eher eine sexistisch motivierte Grenzüberschreitung?

Der berühmte amerikanische Theater- und Drehbuchautor David Mamet nimmt in seinem 1992 uraufgeführten Dialog die #metoo-Debatte vorweg. Geschickt führt Mamet in den Dialogen die Zuschauer*innen in die Irre und lässt das tatsächlich Geschehene in der Schwebe. Reagiert Carol überempfindlich auf eigentlich normale zwischenmenschliche Kommunikation oder nutzt John das Machtgefälle zwischen ihnen aus? Immer wieder in der Grauzone persönlicher Wahrnehmungen changierend, ist Mamets Stoff brisanter denn je und eine künstlerische Antwort auf aktuelle Missbrauchsfälle, aber auch auf die Ambiguität von Alltagssexismus.

Premiere  19. Januar 2020  

Weitere Spieltermine folgen und werden im jeweiligen Monatsspielplan veröffentlicht.

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: »Oleanna«

ab dem 19. Januar 2020 im Studio im Schauspielhaus

Pressestimmen

Konzentriertes Kammerspiel (21.01.2020)

Die Lunte ist kurz, mit der Jule Gröning das Konversationsstück von cool ins Hitzige treibt. Und irgendwann lassen die Schauspieler Carol und John tatsächlich aufeinander los. Das Missverständnis wird hier zur Waffe, die Sätze stehen im Raum wie niedergegangene Geschosse. Und wie Tiffany Köberich zur skrupellosen Rächerin mit der Mission zur Vernichtung wird, ähnelt in seiner beängstigenden Kompromisslosigkeit fast religiösen Extremismus.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender