Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Isobel McArthur nach Jane Austen

Stolz und Vorurteil *oder so

Übersetzung: Silke Pfeiffer
Spielstätte: Schauspielhaus
Mi 14.12. 20:00 Ausverkauft
Fr 30.12. 20:00 Restkarten

London um 1800. Zeit der pompösen Kleider, die auf ebenso pompösen Bällen getragen werden und das meist mit nur einem Ziel: Heiraten und zwar möglichst standesgemäß oder viel besser, noch über den eigenen Stand hinaus. Natürlich mit möglichst vielen zu erwartenden Reichtümern beim zukünftigen Bräutigam on top. Die ehrgeizige Mrs. Bennett hat gleich fünf Töchter, aber dabei das größte aller Probleme. Alle sind unverheiratet und müssen den Gepflogenheiten der Zeit folgend möglichst hurtig unter die Haube. Wenigstens eine von ihnen, denn das überaus patriarchale Erbschaftsrecht sieht vor, dass zumindest ein standesgemäßer Junggeselle gefunden werden muss, der den Familienbesitz für die nächste Generation sichert. Aber das ist aus verschiedenen Gründen gar nicht so einfach: die Erste zu anspruchsvoll, die Zweite zu aufsässig, die Dritte zu intellektuell. Und dann ist da noch Elisabeth, die scharfzüngigste aller Bennett-Schwestern, die eines auf keinen Fall will, dem ebenso eigenwilligen wie stinkreichen Mr. Darcy gefallen.

In der gefeierten Bühnenneufassung des weltberühmten Entwicklungsromans erzählen fünf Dienstmädchen die gesamte Handlung, modern und feministisch, voller Witz und Popappeal. Männer benötigen sie dafür nicht, lediglich messerscharfe Dialoge, pfeilschnelle Kostümwechsel und – last but not least – Live-Karaoke. Denn wenn die überbordenden Emotionen ein Ventil brauchen, helfen manchmal nur gefühlsberstende Popsongs von »You’re so vain« über »Lady in Red« bis zu »Young hearts run free«.

Premiere: 6. Oktober 2022

Download: Gruppenbuchungsformular

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: Stolz und Vorurteil *oder so

Pressestimmen

»Stolz und Vorurteil *oder so«: Jane Austens Klassiker grandios neu gedacht (07.10.2022)

»Stolz und Vorurteil *oder so« ist eine wundervoll unterhaltsame und beizeiten hinreichen skurrile Hommage an eins der größten und populärsten Werke westlicher Literatur. Das Ensemble des Kieler Theaters beweist mit dieser Inszenierung eindrucksvoll, dass man sich dem ehrwürdigen Stoff auch auf humorvolle und moderne Weise nähern kann, ohne sich darüber lustig zu machen oder seine Botschaft zu verraten.

KIELerleben - Sebastian Schack

Poppig-peppiges Vergnügen (12.10.2022)

Umgeben von Mrs. Bennett, Freundinnen und Brautwerbern flutscht das locker voran, durch Stolperfallen und komische Verirrungen geschmeidig geführt von Regisseur Alexander Marusch. [...] 

Garderobe und Mienen werden im Eiltempo getauscht. Agnes Richter wechselt von der schwer überspannten Mutter Bennett zu Mr. Darcy, Isabel Baumert von der klamottigen Intrigantin zur zartfühlenden Charlotte, die mit ihren echten Gefühlen für Freundin Lizzie ringt. Jennifer Böhm spielt die komische Seite der schüchternen Jane aus; und Laura Mahrla kriegt einen eindrucksvollen Spagat hin zwischen der tumben Mary und einem wahrlich gruseligen Grabscher Mr. Collins. Die Fäden hält Nina Vieten als sture Lizzie zusammen.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Jane Austen trifft Pop (18.10.2022)

Alexander Marusch ist dazu allerhand eingefallen – sehr zur Freude des Kieler Premierenpublikums, das seine turbulente Inszenierung unter dem Titel »Stolz und Vorurteil *oder so« im Schauspielhaus mit viel Applaus bedachte.

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung - Sabine Christiani