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William Shakespeare

Was ihr wollt - Das Musical

mit Musik von Martin Tingvall und Songtexten von Regy Clasen Neuübersetzung: Daniel Karasek, Kerstin Daiber, ca. 2 Stunden, 30 Minuten (inkl. Pause)
Spielstätte: Schauspielhaus
Mi09.12.20:00Karten
Do10.12.20:00Karten

Nach einem Schiffbruch, bei dem sie ihren Zwillingsbruder verloren hat, strandet die junge Viola in Illyrien. Hier herrscht der Herzog Orsino, der unglücklich in die reiche Gräfin Olivia verliebt ist. Die wiederum hat nach dem Tod ihres Bruders jeglicher Gesellschaft abgeschworen und hat kein Ohr für die andauernden Liebesbekundungen des Herzogs. Der aber gibt nicht auf und schickt seinen neuen Diener Cesario, um das Herz der Gräfin zu gewinnen. Der Plan geht auf, Olivia verliebt sich – allerdings in Cesario. Doch Orsino und Olivia wissen beide nicht, dass der junge Mann ein Geheimnis hat: Denn Cesario ist gar kein Mann, sondern die verkleidete Viola. Und mehr noch: Sie ist bis über beide Ohren in den Herzog verliebt! Als sich dann auch noch Olivias Onkel, dessen tölpelhafter Freund, ihre Kammerzofe und der Hofnarr einmischen, ist das amourös-musikalische Durcheinander komplett.

Shakespeares turbulente Liebeskomödie, für das Sommertheater 2018 mit der exklusiv komponierten Musik von Echo-Preisträger Martin Tingvall und der Hamburger Songwriterin Regy Clasen in ein mitreißendes Step-Musical verwandelt und mit großem Erfolg auf dem MFG-5-Gelände zur Uraufführung gebracht, kommt zurück ins Schauspielhaus!

Wiederaufnahme: 3. September 2020

Weitere Spieltermine folgen und werden im jeweiligen Monatsspielplan veröffentlicht.
Der Vorverkauf startet immer am letzten Donnerstag eines Monats für den übernächsten Monat, für Abonnent*innen bereits zwei Tage früher, also immer am letzten Dienstag eines Monats.

Audio

Wereinführung in 2 Minuten: Was ihr wollt - das Musical

Pressestimmen

Kurzweiliges Erlebnis (04.03.2020)

Insgesamt entsteht eine unterhaltsame Mischung aus verrückten Charakteren. Schauspiel, Musik und Stepptanzeinlagen machen das Musical „Was ihr wollt“ zu einem kurzweiligen Erlebnis.

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung - sbo

Knallig ausgearbeitet (03.03.2020)

Der Weg zum Musical war vorgepflastert, im (Rock-)Musical „Your Own Thing“ von Hel Hester und Donald Driver bereits begangen. Im Unterschied zu dem vor ca. 50 Jahren Entstandenen blieben Personen, Charaktere, auch ein Großteil ihrer Handlungen und Sprache in Kiel erhalten, blieb auch ein wie immer gearteter Anspruch, außer dem zu unterhalten, zurück. Um die Charaktere zu zeichnen, bewegte sich Tingvall in sehr vielen Stilen, auch um die Standesunterschiede zu markieren. Das reichte von Tanzzitaten wie Walzer, Fox oder Tango über Rock’n Roll, simplen Rock zu gefühlvollen Balladen. Abwechslungsreich bediente er vieles, auch mitreißende Tanzszenen, denn das gehört nun zum Musical. Eine sechsköpfige Steptruppe wurde dafür zuständig, doch auch die Schauspieler leisteten in diesem Genre Erstaunliches. Sehenswerte Finales gab es, das erste markant mit der nächtlichen Saufszene, groß, auch knallig ausgearbeitet. [...]
Shakespeare hatte sich seinerzeit viel ausgedacht, das Komische dem Geschmack der Zeit anzupassen. Karasek schaffte es, sein Publikum wieder zu amüsieren, anders jetzt, aber doch in sich stimmig. Die größere Nähe zum Publikum mag die Darsteller, darin einzig die Tänzer nicht aus dem Ensemble, vor dem notwendig Plakativen einer Open-Air-Aktion befreit haben.

neue musikzeitung - Arndt Voß

Ungebrochenes Happy End (02.03.2020)

Das Ganze funktioniert also auch auf der viel kleineren Bühne im Schauspielhaus – und womöglich sogar besser. Weil man die Gesichter sieht. Weil der Spaß, den die Komiker um den versoffenen Sir Toby anzetteln, so direkt wirkt wie in der Comedy, und die weit verzweigte Geschichte mit ihren filmischen Schnitten und Ortswechseln zwangsläufig verdichtet wird.
Dazu ist mit Eva Kewer eine burschikos frische und sichtlich wie hörbar musical-trainierte Viola gestoßen. Die taucht stimm- wie gefühlsstark in die Songs, tauscht lustig Kleid gegen Hose und tobt so unverblümt unschuldig wie eine Astrid-Lindgren-Figur durch Shakespeares wildes Reich. Daneben lässt Rudi Hindenburg den Orsino nicht ohne Selbstironie leiden und Yvonne Ruprecht die standhafte Gräfin staunen. [...]
Die Stars des Abends sind daneben die Tresenwesen und Karussellbremser an der Bar: Marko Gebbert als schlitzohriger Narr, Christian Kämpfer als eifriger Gruppentölpel und Zacharias Preens prima rüpeliger Sir Toby. Glotzäugig hängen sie an den Lippen von Zofe Maria, die Jennifer Böhm tanzlustig, laut und unverschämt auf die Bühne stellt – als Meisterin des Schabernacks. [... ]
Und die Band um Ture Rückwardt, die so fett rockt wie inspiriert vorangroovt, trägt den Flow des Abends zur Freude des begeisterten Publikums bis zum ungebrochenen Happy End: „Seid was ihr wollt ...“

Kieler Nachrichten - Ruth Bender