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Marco Tutino

Der Mailänder Marco Tutino, geboren 1954, studierte in seiner Heimatstadt Flöte und Komposition. 1976 debütierte er als Komponist beim »Gaudeamus Festival« (Holland) und wird seitdem in Opern­häusern und Konzertsälen der ganzen Welt aufgeführt  und gespielt. Auch wenn sein Schaffen Lieder sowie kammermusikalische und sinfonische Werke aller Formen umfasst, u.a. ein Requiem für die Opfer der Mafia zusammen mit sechs anderen Komponisten, liegt sein kompositorischer Schwerpunkt eindeutig im Theaterbereich.

Für das Musiktheater schrieb er:
»Pinocchio« (1985, erste Oper im Auftrag des I.C.O.S.S. Wien und des Carlo Felice Genua)
»Cirano« (1987 Laboratorio Lirico  Alessandria, 1990 wiederaufgeführt Arena von Verona, 2002 neu in Metz)
»La Lupa« nach Giovanni Verga (1990 zum 100jährigen Jubiläum von Mascagnis »Cavalleria rusticana« in Livorno, 1994/95 in Szeged (Ungarn), 1998 Teatro Massimo Palermo, 2002 deutsche Erstaufführung in Erfurt, 2006 Tea­tro Sociale Rovigo mit dem Ballett »Dylan Dog«, 2008 Teatro Comunale Bologna und in Ostrava (Tsche­chi­sche Republik))
»Vite immaginarie« (1990, Teatro Comunale Bologna, 2000 Teatro Vittorio Emanuele Messina)
»Federico II« (1992, Oper Bonn, 2004 italienische Erstaufführung in Jesi)
»Il gatto con gli stivali – Der gestiefelte Kater« (1997 für Fondazione Arena di Verona, 1999/2000 auch in Metz, 2003 deutsche Erstaufführung in Erfurt und Neuproduktion in Rom)
»Dylan Dog« (1999, Ballett, Fondazione Arena di Verona)
»Peter Pan« (2000, Musical für Piccolo Teatro Mailand)
»Peter Uncino« (2001, im Auftrag der Fondazione Arena di Verona im Teatro Filarmonico Verona. Als Tourneeproduktion dreißig Mal in ganz Italien gespielt.)
»Riccardo III« (1995, Ballett für Teatro Sociale, Rovigo und Teatro Comunale, Treviso, 1996 im Teatro La Fenice, Venedig)
»Vita« (2003, Mailänder Scala, 2009 in Ostrava (Tschechische Republik) und in Szeged (Ungarn)) 
»Le bel indifférent« nach Jean Cocteau (2004, Opernfestival Macerata, 2006 im Teatro Stabile Turin und im Teatro Lirico Cagliari, 2007 beim Festival Montpellier)
»La bella e la bestia - Die Schöne und das Biest« (2005, Teatro Comunale Modena)
»The Servant« (2008, Opernfestival Macerata, 2010 in Pilsen (Tschechische Republik) und in Szeged)
»Senso« (2010, Teatro Massimo Palermo zur Eröffnung der Spielzeit 2011)
»Le Braci« nach Sándor Márais Roman »Die Glut«. (2014, im Auftrag der Festivals della Valle d'Itria, Maggio Musicale Florenz und Armel Festival Szeged, 2014 in Budapest, 2015 überarbeit für Maggio Musicale Florenz)
»Two Women (La Ciociara)« nach Vittorio De Sicas Film »Und dennoch leben sie«. (2014, Auftrag des Opernhauses von San Francisco, womit Tutino nach Puccini der zweite italienische Komponist wurde, der von einem ein amerikanischen Opernhaus mit einem neuen Werk beauftragt wurde. Uraufführung 2015, Europäische Erstaufführung 2017 im Teatro Lirico Cagliari)
»Miseria e Nobiltà« (2018, Teatro Carlo Felice Genua)
»Falscher Verrat«, seine erste deutschsprachige Oper im Auftrag der Oper Kiel über den Kieler Matrosenaufstand von 1918. Uraufführung: 3. November 2018.

2017 erschien Tutinos erstes Buch: »Il mestiere dell‘ aria che vibra«, eine Mischung aus Autobiografie und Führer durch die Geheimnisse der Oper. Seit 1990 war er auch tätig als: Berater des Teatro Valli von Reggio Emilia, als künstlerischer Leiter der »Pomeriggi Musicali« in Mailand, einem kulturellen Verband für die gesamte Lombardei,  als künstlerischer Berater und »Com­po­ser-in-residence« der Fondazione Arena di Verona (wo er mit »Futuri« ein Festival ins Leben rief, das sich dem Musiktheater von morgen widmete), als künstlerischer Leiter des Teatro Regio in Turin und als künstlerischer Leiter des Teatro Comunale Bologna. 2008 gründete er dort die »Scuola dell’Opera Italiana«, ein Opernstudio, das die italieni­sche Operntraditon verbessern und durch qualifizierten Nachwuchs fortführen soll. Zudem war Tutino Präsident von »Anfols«, der Vereinigung aller Italienischen Opern­stiftungen und Berater des Kultusministeriums in Opernfragen.  

Weitere Informationen und Musik: marcotutino.it

Foto: Bepi Caroli