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Jugend

Die Verwandlung

Ein Monolog von Franz Kafka, Ca. 50 Minuten
Spielstätte: Theater im Werftpark
Fr11.12.19:00Karten

Eines Morgens erwacht Gregor Samsa und stellt fest, dass er in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt wurde… So beginnt eine Geschichte, die ebenso bizarr wie aberwitzig ist. Gregors Leben, wie er es bis dahin kannte, ist auf einen Schlag vorbei. Er findet keinen Ausweg. Seine Familie kommt mit der neuen Situation genauso wenig zurecht wie er selbst. Seine Versuche, mit den Eltern und mit der Schwester zu sprechen, klingen wie bösartiges Gezische. Bald ist Gregor nur noch ein Problem. Und man will ihn irgendwie loswerden.
Kafkas Erzählung ist ein Klassiker der deutschsprachigen Literatur, in dem vieles rätselhaft bleibt. So erfahren wir nie, wie es dazu gekommen ist, dass Gregor in ein Insekt verwandelt wurde. Aber vielleicht geht Kafkas Geschichte gerade deswegen unter die Haut. Wir erleben, was mit Gregor geschieht: Wie er sich in seinem neuen Körper unwohl fühlt und damit kämpft, das ist verstörend und gruselig, aber auch ergreifend. Denn in seinem Denken bleibt Gregor ein Mensch, der nicht begreifen kann, was mit ihm passiert.

Als Monolog für eine Schauspielerin wird diese Geschichte lebendig. In Kafkas Sprache, mit Gregors Stimme, eingezwängt in einen Panzer, der die ganze Beklemmung des neuen Körpers spürbar macht, wird die Verwandlung zum eindringlichen Erlebnis.

Premiere: 4. September 2020

Weitere Spieltermine folgen und werden im jeweiligen Monatsspielplan veröffentlicht.
Der Vorverkauf startet immer am letzten Donnerstag eines Monats für den übernächsten Monat, für Abonnent*innen bereits zwei Tage früher, also immer am letzten Dienstag eines Monats.

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»Die Verwandlung« ist auch als mobile Produktion buchbar:

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Pressestimmen

Verdichtet und zugespitzt (07.09.2020)

Patricia Windhab agiert so beiläufig wie konzentriert, getrieben von Kafkas Textfluss und gebettet auf den wabernden Sphärenklang, den Tim Hofeldt dem Abend unterlegt. So wechselt sie zwischen Erzählen und Spielen; und die Nebenfiguren der Eltern und der Schwester, des Prokurist und der Untermieter werden im Monolog – klanglich verfremdet – zu Stimmen im Kopf.

Astrid Großgasteiger hat die Erzählung verdichtet, teils neu montiert und ganz auf den Blick Samsas zugespitzt, der hier Einblick gibt in seine Kopfgeburten, aber auch die dysfunktionale Familie beobachtet. So ist die Geschichte stets auch Auseinandersetzung mit dem Raum, den die Schauspielerin zwischen Kampf- und Spielplatz, Rauswollen und Drinnenbleiben auslotet. Und manchmal wirkt dieser Samsa in seiner Kapsel wie ausgesetzt, ein Alien, abgekoppelt und ohne Chance, je anzudocken.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender