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Pinocchio

Carlo Collodi / Astrid Großgasteiger, ca. 75 Minuten, keine Pause

Alles beginnt mit einem Stück Holz, das der alte Schreiner Geppetto geschenkt bekommt. Er schnitzt daraus eine wunderschöne Marionette. Schnell ist klar, dass es sich um ein besonderes Holz handeln muss, denn Geppettos Holzkerlchen kann sprechen, laufen und ist ziemlich frech: Er benimmt sich wie ein kleiner Junge. Geppetto nennt ihn Pinocchio und behandelt ihn wie einen Sohn. Aber Pinocchio hält sich nicht gerne an Regeln. Statt in der Schule zu sitzen, möchte er lieber etwas erleben. Dabei gerät er immer wieder in Schwierigkeiten und
kann sich manchmal nur mit einer Lüge retten ... Dumm nur, dass Pinocchios Nase bei jeder Lüge länger und länger wird – er kann gar nichts dagegen machen!

Mit »Pinocchio« hat der Italiener Carlo Collodi (1826–1890) eine der klassischen Figuren der Kinderliteratur geschaffen: Die Marionette aus Holz, die so gerne ein richtiger Junge sein möchte – aber was bedeutet das überhaupt? Wie findet man seinen Platz in der Welt, wenn man klein ist und irgendwie anders als alle anderen? Das Märchen von Pinocchio ist berührend, poetisch und komisch – in der Bearbeitung von Astrid Großgasteiger wird daraus ein bunter Spaß für die ganze Familie, inspiriert durch die Ästhetik und temporeichen Spieltechniken
der Commedia dell’arte.

Premiere: 16. Oktober 2020

Godje Hansen als Luigi, den rechten Zeigefinger an den Mund haltend, Sebastian Kreuzer als Francio im HintergrundSimon Burghart als Pinocchio im Dunkeln neben einem Puppentheater kniendPatricia Windhab als Enrico und Simon Burghart als Pinnochio neben einem Puppentheater stehendSimon Burghart als Pinocchio mit einer Leuchte in der Hand, zwei Gestalten im Hintergrund, die ihm auflauernSimon Burghart als Pinocchio in einem Haikostüm Simon Burghart als Pinocchio und Sebastian Kreuzer als Francio mit Feenflügeln

Pressestimmen

Spiellustig und witzig (19.10.2020)

Pinocchio unter Artisten – das passt schon mal. Und auch, wie Regisseurin Astrid Großgasteiger den Holzjungen in Carlo Collodis Märchen, dem vom Lügen (jedenfalls im Original) eine lange Nase wächst, erstmal herbeiimaginieren lässt, macht Tempo und Laune. Ein Mobbing-Spielchen, das die Alphatiere der Volanti-Truppe anzetteln, um dem angeheirateteten Francio die kommenden Vaterfreuden zu vermiesen.
„Es gibt ja nichts Schlimmeres als unerzogene Kinder“, unken Luigi und Enrico. Und bald schon purzelt Pinocchio auf die Bühne. Ein lustiges Kerlchen wie aus dem Kasperletheater, das Simon Burghart angemessen eckig, vor allem aber hübsch unbedarft und mit viel kindlicher Neugier seinem eigenen Kopf folgen und in die Abenteuer hineinstolpern lässt. [...]
Die Regisseurin baut Spiel ins Spiel, lässt ulkigen Slapstick veranstalten und unheimliches Maskentheater wie aus der Fastnacht. Das sorgt für leisen Grusel im Familienspektakel, bevor es wieder hell und Tag wird.
Dazu wechseln die vier Schauspieler spiellustig vom wurstigen Buddy-Talk ins stilisierte Märchen, glänzen mit Witz und in vielen Rollen.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender