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Uraufführung

Point Nemo

Annika Scheffel

Jugend Spieldauer: 70 Minuten, keine Pause

Vida ist schwer krank, es wäre vernünftig und sinnvoll, dass sie im Krankenhaus überwacht wird. Aber das macht sie nicht mit. Schließlich ist es ihr Leben und darüber will sie selbst bestimmen. Am liebsten will Vida nach Kalifornien, in die Sonne, zu den Surfern. Geht aber nicht – Klima, Fliegen, Geld und so. Also nimmt sie das nächstgelegene Meer. Dass sie dann allerdings auf einer so gut wie menschenleeren, dem Untergang geweihten Insel landet, war natürlich nicht geplant. Und auch nicht, dass Vida dort wegen einer Sturmflut auf den Bücherwurm Ole und Jeppe, den Typen von der Schifffahrtsgesellschaft trifft. Keiner traut sich, sein wahres Gesicht zu zeigen, seine Ängste, Träume, Hoffnungen und Geheimnisse preiszugeben. Doch dann spitzt sich die Situation zu und die drei sind gezwungen, sich wirklich miteinander und sich selbst auseinanderzusetzen.

Mit »Point Nemo« kommt ein Stück zwischen Leben und Tod, Freundschaft und Liebe, Lachen und Weinen, Warten und Ankommen, mit sagenhaften Gestalten und viel Musik in den Werftpark. Ein neues Stück von Autorin Annika Scheffel, die das Kieler Publikum bereits mit ihren fantasievollen und spritzigen Texten »Baskerville« und »Huck und Jim im Weltall« in den Bann gezogen hat und die nun erstmals ein Stück für ein jugendliches Publikum schreibt.

Premiere am 12.03.2022

Im Anschluss an die Vorstellung am 25.03.2022 findet ein Nachgespräch mit Beteiligten der Produktion und Theaterpädagogin Nina Hensel statt.

Pressestimmen

Konzentriertes Kammerspiel (15.03.2022)

Wie die drei sich annähern, setzt Wertparkchefin Astrid Großgasteiger in vielen Einzelschritten in Szene, die durch kurze Blackouts abgesetzt sind. Eine Art Kammerspiel, ganz auf den begrenzten Raum der Insel plus Leuchtturm konzentriert.

Bühnenbildnerin Hannah Landes hat ein stimmiges Konzept entwickelt: Die Bühne, leicht schräg – genau wie die Lebensschieflage der Figuren – ist zugleich Wohnzimmer und Strand. Highlight ist ein altertümlicher Schrank, der mal als Badezimmer, mal als Eingangstür und dann wieder einfach nur als Schrank fungiert. Lennard Crowell gibt den Ole als unsicheren, etwas verpeilten Teenager. Cuyén Biraben ist eine temperamentvolle Vida. Und Lasse Wagner ein nur vordergründig selbstbewusster Jeppe. Dass diese drei mehr gemeinsam haben, als es auf den ersten Blick scheint, ist die Qualität der Geschichte.

Kieler Nachrichten - Beate Jänicke