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Phil Out Two

Afterworkkonzert im Schankraum der lille Brauerei

Mittwoch, 26. Juni 2024 | 18.30 Uhr | lille Schankraum

PHIL OUT TWO

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Abendempfindung (KV 523)

Magdalene Harer, Sopran
Benjamin Reiners, Klavier

Walter Kaufmann (1907-1984)
Timpani Concertino (1963)
Moderato - ohne Satzbezeichnung - Vivace

Dietmar Kauffmann, Pauken
Benjamin Reiners, Klavier

♬·¯·♪·¯·♫ PAUSE ♬·¯·♪·¯·♫

Johannes Brahms (1833-1897)
Liebeslieder
Walzer für vier Singstimmen und Klavier zu vier Händen op. 52

Magdalene Harer, Sopran
Katharina Heiligtag, Alt
Johannes Gaubitz, Tenor
Samuel Chan, Bass
Jonte Schröder und Benjamin Reiners, Klavier

  1. Rede, Mädchen, allzu liebes
  2. Am Gesteine rauscht die Flut
  3. O die Frauen
  4. Wie des Abends schöne Röte
  5. Die grüne Hopfenranke
  6. Ein kleiner, hübscher Vogel
  7. Wohl schön bewandt war es vorher
  8. Wenn so lind dein Auge mir
  9. Am Donaustrande
  10. O wie sanft die Quelle
  11. Nein, es ist nicht auszukommen
  12. Schlosser auf und mache Schlösser
  13. Vogelei durchrauscht die Luft
  14. Sie wie ist die Welle klar
  15. Nachtigall, sie singt so schön
  16. Ein dunkler Schacht ist Liebe
  17. Nicht wandle, mein Licht, dort außen
  18. Es bebet das Gesträuche

♬·¯·♪·¯·♫ PAUSE ♬·¯·♪·¯·♫

Franz Schubert (1797-1828)
aus op.36:
Nr. 2 Nachtstück (D 672)

Johannes Gaubitz, Tenor

Johannes Brahms (1833-1897)
aus op.59:
Nr. 8 Dein blaues Auge

Samuel Chan, Bariton

Johannes Brahms (1833-1897)
aus Duette op.20:
1. Weg der Liebe (Über die Berge)
3. Die Meere (Alle Winde schlafen)

Magdalene Harer, Sopran
Katharina Heilgtag, Alt

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Motette »Lobet den Herrn, alle Heiden« (BWV 230)

Magdalene Harer, Katharina Heiligtag, Johannes Gaubitz, Samuel Chan
Frauke Rottler-Viain, Violoncello
Benjamin Reiners, Truhenorgel

 

in Kooperation mit der lille Brauerei

 

TEXTE

ABENDEMPFINDUNG

Abend ist’s, die Sonne ist verschwunden,
Und der Mond strahlt Silberglanz;
So entflieh’n des Lebens schönste Stunden,
Flieh’n vorüber wie im Tanz!
Bald entflieht des Lebens bunte Szene,
Und der Vorhang rollt herab.
Aus ist unser Spiel! Des Freundes Träne
Fließet schon auf unser Grab.
Bald vielleicht mir weht, wie Westwind leise,
Eine stille Ahnung zu –
Schließ’ ich dieses Lebens Pilgerreise,
Fliege in das Land der Ruh’.
Werdet ihr dann an meinem Grabe weinen,
Trauernd meine Asche seh’n,
Dann, o Freunde, will ich euch erscheinen
Und will Himmel auf euch weh’n.
Schenk’ auch du ein Tränchen mir
Und pflücke mir ein Veilchen auf mein Grab;
Und mit deinem seelenvollen Blicke
Sieh’ dann sanft auf mich herab.
Weih mir eine Träne, und ach!
Schäme dich nur nicht, sie mir zu weih’n,
Oh, sie wird in meinem Diademe
Dann die schönste Perle sein.


LIEBESLIEDER


Rede Mädchen, allzu liebes, das mir in die Brust, die kühle,
hat geschleudert mit dem Blicke, diese wilden Glutgefühle!
Willst du nicht dein Herz erweichen, willst du eine Überfromme,
rasten ohne traute Wonne, oder willst du, daß ich komme?
Rasten ohne traute Wonne, nicht so bitter will ich büßen,
komme nur, du schwarzes Auge, willst du, daß ich komme wenn die Sterne grüßen?


Am Gesteine rauscht die Flut, heftig angetrieben;
wer da nicht zu seufzen weiß lernt es unterm Lieben.


O die Frauen o die Frauen, wie sie Wonne tauen!
Wäre lang ein Mönch geworden, wären nicht die Frauen!


Wie des Abends schöne Röte möcht ich arme Dirne glühn,
einem, einem zu Gefallen sonder Ende Wonne sprühn.


Die grüne Hopfenranke, sie schlängelt auf der Erde hin.
Die junge, schöne Dirne, so traurig ist ihr Sinn!
Dü höre, grüne Ranke! Was hebst du dich nicht himmelwärts?
Du höre, schöne Dirne! Was ist so schwer dein Herz?
Wie höbe sich die Ranke, der keine Stütze Kraft verleiht?
Wie wäre die Dirne fröhlich, wenn ihr der Liebste weit?


Ein kleiner hübscher Vogel nahm den Flug
zum Garten hin da gab es Obst genug.
Wenn ich ein hübscher, kleiner Vogel wär,
ich säumte nicht, ich täte so wie der.
Leimruten Arglist, lauert an dem Ort,
der arme Vogel konnte nicht mehr fort.
Wenn ich ein hübscher, kleiner Vogel wär,
ich säumte doch, ich täte nicht wie der.
Der Vogel kam in eine schöne Hand,
da tat es ihm, dem Glücklichen nicht and.
Wenn ich ein hübscher, kleiner Vogel wär,
ich säumte nicht, ich täte doch wie der.


Wohl schön schön bewandt war es vor ehe mit meinem Leben, mit meiner Liebe,
durch eine Wand, ja durch zehn Wände erkannte mich des Freundes Sehe,
doch jetzo, wehe, wenn ich dem Kalten auch noch so dicht vorm Auge stehe,
es merkt sein Auge, sein Herze nicht.


Wenn so lind dein Auge mir und so lieblich schauet,
jede letzte Trübe flieht, welche mich umgrauet.
Dieser Liebe schöne Glut, laß sie nicht verstieben!
Nimmer wird, wie ich, so treu dich ein Andrer lieben.


Am Donaustrande, da steht ein Haus, da schaut ein rosiges Mädchen aus.
Das Mädchen ist wohl gut gehegt, zehn eiserne Riegel sind vor die Türe gelegt.
Zehn eiserne Riegel das ist ein Spaß, die sreng ich als wären sie nur von Glas.
Am Donaustrande...


O wie sanft die Quelle sich durch die Wiese windet.
O wie schön wenn Liebe sich zu der Liebe findet!


Nein, es ist nicht auszukommen mit den Leuten;
alles wissen sie so giftig auszudeuten.
Bin ich heiter, hegen soll ich lose Triebe,
bin ich still, so heißts ich wäre irr aus Liebe.
Nein,...


Schloser auf, und mache Schlösser ohne Zahl,
denn die bösen Mäuler will ich schließen allzumal!


Vögelein durchrauscht die Luft, sucht nach einem Aste,
und das Herz, ein Herz begehrts, wo es selig raste.


Sie, wie ist die Welle klar, blickt der Mond hernieder!
Die du meine Liebe bist, liebe du mich wieder


Nachtigall, sie singt so schön wenn die Sterne funkeln.
Liebe mich, geliebtes Herz, küsse mich im Dunkeln.


Ein dunkeler Schacht ist Liebe, ein gar zu gefährlicher Bronnen;
da fie ich hinein, ich Armer, kann weder hören noch sehn,
nur denken an meine Wonnen, nur stöhnen, in meinem Wehn.


Nicht wandle, mein Licht, dort außen, im Flurbereich!
Die Füße würden dir, die zarten, zu naß, zu weich.
Allüberströmt sind dort die Wege, die Stege dir;
so überreichlich tränte dorten das Auge mir.


Es bebet das Gesträuche, gestreift hat es im Fluge ein Vögelein.
In gleicher Art erbebet die Seele  mir,
erschüttert von Liebe, Lust und Leide gedenkt sie dein.


NACHTSTÜCK

Wenn über Berge sich der Nebel breitet,
Und Luna mit Gewölken kämpft,
So nimmt der Alte seine Harfe, und schreitet,
Und singt waldeinwärts und gedämpft:
      "Du heil'ge Nacht!
      Bald ist's vollbracht.
      Bald schlaf ich ihn
      Den langen Schlummer,
      Der mich erlöst
      Von allem Kummer."
   Die grünen Bäume rauschen dann,
   Schlaf süß du guter alter Mann;
   Die Gräser lispeln wankend fort,
   Wir decken seinen Ruheort;
   Und mancher liebe Vogel ruft,
   O laß ihn ruh'n in Rasengruft! -

Der Alte horcht, der Alte schweigt -
Der Tod hat sich zu ihm geneigt.


DEIN BLAUES AUGE

Dein blaues Auge hält so still,
Ich blicke bis zum Grund.
Du fragst mich, was ich sehen will?
Ich sehe mich gesund.

Es brannte mich ein glühend Paar,
Noch schmerzt das Nachgefühl;
Das deine ist wie See so klar
Und wie ein See so kühl.


WEG DER LIEBE

Über die Berge,
Über die Wellen,
Unter den Gräbern,
Unter den Quellen,
Über Fluten und Seen
In der Abgründe Steg,
Über Felsen, über Höhen,
Find't Liebe den Weg!

In Ritzen, in Falten,
Wo der Feu'rwurm nicht liegt,
In Höhlen, in Spalten,
Wo die Fliege nicht kriecht,
Wo Mücken nicht fliegen
Und schlüpfen hinweg,
Kommt Liebe, sie wird siegen
Und finden den Weg.

Sprecht, Amor sei nimmer
Zu fürchten, das Kind!
Lacht über ihn immer,
Als Flüchtling, als blind,
Und schließt ihn durch Riegel
Vom Taglicht hinweg:
Durch Schlösser und Siegel
Find't Liebe den Weg.

Wenn Phönix und Adler
Sich unter euch beugt,
Wenn Drache, wenn Tiger
Gefällig sich neigt,
Die Löwin läßt kriegen
Den Raub sich hinweg,
Kommt Liebe, sie wird siegen
Und finden den Weg.


ALLE WINDE SCHLAFEN

Alle Winde schlafen
Auf dem Spiegel der Flut;
Kühle Schatten des Abends
Decken die Müden zu.

Luna hängt sich Schleier
Über ihr Gesicht,
Schwebt in dämmernden
Träumen Über die Wasser hin.

Alles, Alles stille
Auf dem weiten Meer!
Nur mein Herz will nimmer
Mit zu Ruhe gehn.

In der Liebe Fluten
Treibt es her und hin,
Wo die Stürme nicht ruhen,
Bis der Nachen sinkt.


LOBET DEN HERRN, ALLE HEIDEN

Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Völker!
Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit.
    Alleluja.

 

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