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Sigrid Liebenspacher-Helm
Thomas Nutzenberger

Zwerg Nase

Ein Märchen frei nach Wilhelm Hauff; Oper im Werftpark mit dem Kinder- und Jugendchor der Akademien am Theater Kiel e. V.

ab 8 Jahren; Spieldauer: ca. 75 Minuten, keine Pause

Erzählt wird die Geschichte von »Zwerg Nase« aus Wilhelm Hauffs »Märchenalmanach«. Darin erlebt der hübsche Junge Jakob etwas Außergewöhnliches: Nachdem er auf dem Markt eine rätselhafte alte Frau verspottet hat, verwandelt diese ihn in den hässlichen »Zwerg Nase«. Sieben Jahre lebt er bei dieser Fee und wird ein wunderbarer Koch. Als er nach Hause zurückkehrt, erkennen seine Eltern in ihm nicht ihren geliebten Sohn und verstoßen ihn. Von allen wird er wegen seines Aussehens verspottet. Doch seine Kochkünste verschaffen ihm eine Anstellung bei Hofe. Dort lernt er das verzauberte Mädchen Mimi kennen. Mimi weiß, welches Zauberkraut ihm seine wirkliche Gestalt zurückgeben kann und gemeinsam gelingt es ihnen, den Zauber aufzuheben.

In dieser Spielzeit tritt der Kinder- und Jugendchor endlich wieder mit einer eigenen Produktion auf der Bühne des Jungen Theaters im Werftpark auf. Die jugendlichen Darsteller*innen präsentieren sich in dieser Geschichte, die Mut und Hoffnung macht, und von Selbstvertrauen und Freundschaft erzählt, in großen und kleinen Rollen mit einer eigens für das Theater Kiel entstandenen Neuinstrumentation des Komponisten.

Premiere: 9. April 2022

Pressestimmen

Unterhaltsame und dichte Inszenierung (11.04.2022)

So schön wie bei Wilhelm Hauffs „Zwerg Nase“, dessen Premiere im Werftpark-Theater das Publikum zu Jubelstürmen hinriss. Zwischen Popcorn-Krone und Pappbecher-Perücken hier, schnöden Sneakers und Trainingsanzügen dort, legte Regisseurin Lara Pansegrau den Fokus ihrer so unterhaltsamen wie dichten Inszenierung auf Themen, die Jugendliche besonders bewegen: Selbstbestimmung und Selbstvertrauen, Mut und Toleranz, Hoffnung und Freundschaft. [...]
Im Mittelpunkt standen „Zwerg Nase“, den Jonas Domeier mit einer schon erstaunlichen reifen Stimme und viel Spielfreude auf die Bühne brachte. Und Mimi. Als keck-liebevolle Punk-Göre übernahm Klara Straßburg sowohl die Rolle der Erzählerin als auch die der verzauberten Gans. Gesanglich groovte sie sich mehr und mehr ein und konnte schließlich wirklich strahlen. Aber auch die übrigen Solisten brachten im wunderbaren Zusammenspiel mit dem Chor ordentlich Leben, Witz und musikalische Qualität auf die Bretter.
Kostümbildnerin Theresa Dettmann unternimmt eine klare Unterteilung zwischen heutiger Jugendrealität und bonbonfarben überzeichneter Märchenwelt, die mit einem enormen Ideenreichtum, Phantasie und Humor auftrumpft.
Isabell Stöcker gestaltet ein cleveres und überaus wirksames Bühnenbild. Eingefasst von weißen Treppen und Quadern bildet eine „handbetriebene“ Drehbühne unter einer Art rundem Schleierkranz das Zentrum der Szene. So gelingt es, die verschiedenen Handlungsorte abzubilden und gleichzeitig die Phantasie anzuregen. [...]
Der Klangkörper bildete so nicht nur ein äußerst stabiles Gerüst für den musikalischen Rhythmus des Abends, er unterstützt und forciert den Chor, ohne auch nur einen Millimeter seines Freiraums zu beschneiden. Großer Applaus, nein, Jubel!

Kieler Nachrichten - Thomas Richter