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Roland Schimmelpfennig

Der Riss durch die Welt

Spielstätte: Schauspielhaus
Fr 10.12.

Ein Abend, zwei Paare: Tom ist Mobilfunk-Unternehmer und Kunstliebhaber, seine jüngere Ehefrau Sue war früher seine Assistentin. Die luxuriöse Villa des Paares ist hoch oben auf einem Berg gebaut, fernab von allen Handynetzen, dafür mit einem atemberaubenden Panorama. In diesem merkwürdig zivilisationsfernen Ambiente haben sich Sue und Tom die junge radikale Künstlerin Sophia und ihren Geliebten, den impulsiven Jared, eingeladen. In immer wieder neuen Momentaufnahmen entwickelt sich der Abend zu einem Musterbeispiel gescheiteter Kommunikation, ständig beobachtet und kommentiert von der unheimlichen Haushälterin Maria. Doch das ist nicht alles. Während der Riss zwischen den Paaren und ihren Lebensentwürfen immer breiter wird, gerät die ganze Welt um sie herum ins Wanken. Merkwürdige Träume, die an die alttestamentarischen Plagen
erinnern, Kröten, die scheinbar aus Mündern kriechen, und was ist eigentlich mit dem Wetter los? Eine Naturkatastrophe? Eine künstlerische Vision? Die Apokalypse?


Passend zur Uraufführung seiner Neufassung des Librettos von Mozarts »Die Zauberflöte« und seiner Weihnachtsmärchen-Überschreibung kommt Roland Schimmelpfennigs sprachlich ebenso virtuoses wie zunehmend surreales Stück auf die Bühne des Schauspielhauses – ein Kammerspiel zwischen Kunstdiskurs, Alkoholexzess, Zivilisationskritik und endzeitlicher Bedrohung.

Premiere: 10. Dezember 2021

Aktuell disponieren wir die Spieltermine monatlich, sie werden immer am letzten Dienstag eines Monats für den übernächsten Monat im Leporello veröffentlicht.