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Marina Skalova

Der Sturz der Kometen und der Kosmonauten

Übersetzung: Marina Skalova und Frank Weigand
Spielstätte: Studio im Schauspielhaus
Sa 29.06. 20:30 Karten
Do 18.07. 20:30 Karten

Eine junge Astrophysikerin und ihr Vater begeben sich auf einen Roadtrip von Berlin nach Moskau. Ruppig-direkte Dialog-Sequenzen zwischen zweien, die sich fremd geworden sind, wechseln sich ab mit Momenten des Innehaltens. Ein Schlagabtausch der Exil-Generationen auf einer Reise, die drei Tage, vier Nächte und ein paar Milliarden Lichtjahre dauern wird. Ein surreales Familiendrama über die Zersplitterung der Sowjetunion, über die Kommerzialisierung der Liebe und den Aufstieg des Individualismus. Eine schmerzhaft persönliche Auseinandersetzung mit Russland und dem Leben im Exil.

Premiere: 5. Mai 2024 (Studio Schauspielhaus) 

Download: Gruppenbuchungsformular

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: Der Sturz der Kometen und der Kosmonauten

Pressestimmen

Beziehung in fragilem Schwebezustand (07.05.2024)

Ein Bild, so unmittelbar wie poetisch entrückt, das Regisseurin Christina Gegenbauer und Bühnenbildner Ulrich Leitner im Studio im Schauspielhaus Kiel entwerfen. [...] Und die Gesichter von Claudia Friebel und Nikolaus Okonkwo, die hier einen glänzenden Auftritt haben, ziehen den Worten mit ihrem kühl sachlichen Tonfall einen doppelten Boden ein. [...] Und es ist berührend, wie Friebel und Okonkwo sich an die Figuren und ihre versuchte Nähe herantasten, dabei Unter- und Zwischentönen ihre Beiläufigkeit belassen. Und wie sie die Beziehung in einem fragilen Schwebezustand austarieren. Irgendwo zwischen Fremdheit und Momenten des gegenseitigen Erkennens.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Meisterhaft herausgearbeitete Figuren (28.05.2024)

Skalova, bekannt für lyrische und fragmentarische Schreibweise, gelingt es dabei, komplexe Emotionen und Situationen durch eine prägnante und kraftvolle, deshalb aber nicht weniger poetische Sprache Ausdruck zu verleihen. [...]
Die Geschichte selbst wie auch ihre Inszenierung auf der Studio-Bühne im Schauspielhaus sind intensiv und dürften viele an eigene Konflikte mit den Eltern erinnern. Friebel und Okonkwo gelingt es dabei meisterhaft, die Komplexität der beiden Figuren herauszuarbeiten: die jeweiligen Verletzungen, innere Zerrissenheiten, aber eben auch das gegenseitige Bemühen um Verständnis.

kielerleben.de - Sebastian Schack