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Friedrich Schiller

Don Karlos

Spieldauer: ca. 3 Stunden, eine Pause

Der spanische Königshof zur Hochzeit der Inquisition. Große weltliche Macht verbindet sich mit dem engen Moralkorsett und der drakonischen Vorgehensweise der katholischen Obrigkeit. Don Karlos, Sohn König Philipps II., enthüllt seinem engsten Freund und Vertrauten, dem Marquis von Posa, ein schwerwiegendes Geheimnis: Der spanische Kronprinz liebt seine eigene jugendliche Stiefmutter Königin Elisabeth. Posa arrangiert daraufhin ein Treffen zwischen den beiden. Karlos gesteht Elisabeth seine Liebe, wird von ihr jedoch auf seine politische Bestimmung verwiesen. Die falsch spielende Prinzessin Eboli, selbst heimlich in Karlos verliebt, steigert die angespannte Lage am Königshof noch. Sie denunziert Karlos beim König, der die unerlaubte Beziehung seines Sohnes bereits geahnt hat. Um den Prinzen zu schützen, bezichtigt Posa sich nun selbst der Liebe zur Königin – und riskiert damit sein Leben.


Schillers Stück ist zunächst einmal, wie er es selbst genannt hat, »ein Familiengemälde in einem fürstlichen Haus«, ein äußerst spannender Bühnenkrimi um leidenschaftliche Liebe, rasende Eifersucht, knallharte Machtpolitik und perfide höfische Intrigen. Doch noch weit darüber hinaus geht es um Schillers zentrales Lebens- und Schaffensthema – die Freiheit des einzelnen innerhalb eines autoritären Systems und die damit verbundene Möglichkeit zu dessen Überwindung hin zu einer menschlicheren Gesellschaft.

Premiere:  8. Mai 2022

Aktuell disponieren wir die Spieltermine monatlich, sie werden immer am letzten Dienstag eines Monats für den übernächsten Monat im Leporello veröffentlicht.

Download: Gruppenbuchungsformular

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: Don Karlos

Ab 23. April 2022 im Schauspielhaus!

Pressestimmen

Zeitlose Allzeitigkeit (10.05.2022)

Regisseur Malte Kreutzfeldt hat Friedrich Schillers Monumentaldrama „Don Karlos“ [...] am Kieler Schauspiel zum großen Premierenbeifall in Szene gesetzt. [...]
Und Schillers Text bleibt in Kreutzfeldts auf gut drei Stunden konzentrierter Fassung viel Raum zum Atmen. Tristan Steegs Karlos bringt sie als Heißsporn unter Dauerstrom zum Glühen. Eine zornige Drama Queen und ein Grübler, der im Verlauf des Abends sichtlich an Klarheit gewinnt. Ein bisschen so, als wollte er den anderen die Gefühle vor die Füße kippen, die sie selbst nicht mehr zulassen. [...]
Kreutzfeldt belässt Schillers Drama in einer zeitlosen Allzeitigkeit. Und der Krieg in der Ukraine, der Hang zum Alleinherrschertum fallen einem auch so ein, wenn Philipp an der Macht klammert.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender