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Mascha Kaléko / Rainer Bielfeldt

Mascha

Spielstätte: Studio im Schauspielhaus
Fr 08.10. 20:30 Restkarten
So 17.10. 19:30 Ausverkauft

Ein Leben in Poesie. Wurde Mascha Kaléko zu Lebzeiten nach ihrer Biografie gefragt, verwies sie stets auf ihre Gedichte. Denn da stecke alles drin: die Geburt in Polen, Emigration nach Deutschland, in die USA, Rückkehr nach Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg, Jerusalem und Zürich, wo sie starb. Ein Leben voller Neuanfänge, voller unterschiedlicher kultureller Einflüsse und der Notwendigkeit, das in Sprache zu fassen, was die Seele begleitet. Ihre Gedichte scheinen manchmal verspielt, poetischmelancholisch und verträumt, dann plötzlich messerscharf-präzise.

Der Sänger und Komponist Rainer Bielfeldt hat die Gedichte Mascha Kalékos zu einer Art biografischem Spiegel arrangiert und mit einer Klavier-Komposition eine intime Chanson-Revue entstehen lassen. Als nähme die Poetin selbst die Zuschauer*innen an die Hand, führen die Gedichte durch die Biografie der großen Lyrikerin Mascha Kaléko. Und was sich nicht in Worte fassen lässt, das äußert sie in Schweigen.

Premiere 19. September 2021

Aktuell disponieren wir die Spieltermine monatlich, sie werden immer am letzten Dienstag eines Monats für den übernächsten Monat im Leporello veröffentlicht.

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: Mascha

Pressestimmen

Vertonte Gedichte als Selbstbegegnung (21.09.2021)

Regisseurin Kathrin Höft inszeniert die 40 von Rainer Bielfeldt zum Liederabend vertonten Gedichte als Selbstbegegnung, mit Anne Rohde und Yvonne Ruprecht – Mascha in zwei Versionen. Anne Rohde spielt die Junge, forsch und mutwillig direkt – eine auf dem Sprung ins Leben. Yvonne Ruprecht ist verhaltener, dünnhäutiger, macht im Blick zurück Verlust und Verletzlichkeit spürbar. Und jede hat ihre eigene Neugier – die eine erwartungsfroh der Zukunft entgegen, die andere still staunend über die, die war. [...]
Sie kommen sich nah und entfernen sich wieder, komplettieren sich wie ein altes Ehepaar oder finden mit dem hübschen Unsinn von Papa- und Mamagei auch mal ins Duett. Yvonne Ruprecht mit schöner Chansonstimme und etwas Diva, Anne Rohde mit unverbrauchtem Görencharme in Stimme und Körpersprache.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Pointiert und frech (24.09.2021)

In der Chanson-Revue „Mascha“ von Reiner Bielfeld, der 1995 die Genehmigung erhielt, 43 seiner Lieblingsgedichte von Mascha Kaléko zu vertonen, sitzt Kai Dorenkamp am Piano und haucht den atmosphärisch nach 20er- und 30er-Jahren klingenden, mal munter „hüpfenden“, mal melancholisch sehnsuchtsvoll „schleppenden“ Melodien Leben ein.
Anne Rohde und Yvonne Ruprecht leihen der jungen und der älteren Mascha Stimme und Gestalt, die im Berlin der Weimarer Republik mit ihrer frechen, humorvollen und sozialkritischen Alltagslyrik schon als 22-Jährige erste Erfolge feierte. [...]
Mit komischer Würde und Spaß an der Verkleidung werden Hasenohren und Schafsmütze übergestülpt und herrlich verrückte Kindergedichte vorgetragen, in denen es um Kängurus geht und um einen Papagei, der sich in einen Wellensittich verguckt. Pointiert und frech, nachdenklich und melancholisch – dieser Chanson-Abend verging wie im Fluge. Das Publikum war begeistert.

Schleswig-holsteinische Landeszeitung - Sabine Christiani