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William Shakespeare

Maß für Maß

Neuübersetzung: Daniel Karasek & Kerstin Daiber

Spieldauer: ca. 2 Stunden, eine Pause
Spielstätte: Schauspielhaus
Fr 07.01. 20:00 Karten

Wien. Herzog Vincentio blickt auf eine lange Regierungszeit zurück. Doch über die Dauer seiner Herrschaft sind Sitte und Moral bedenklich verfallen. Vincentio weiß nur einen Ausweg: Er setzt den sittenstrengen Angelo als seinen Statthalter ein, nicht ohne selbst als Mönch verkleidet im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Angelo hingegen nutzt die neue Macht auf seine Weise und verurteilt als erstes den jungen Claudio wegen Unzucht zum Tode, nur weil dessen Verlobte bereits vor der endgültigen Ehe ein Kind erwartet. Als aber Claudios Schwester Isabella um Gnade für ihren Bruder fleht, erwachen ungeahnte Begierden in dem strengen Moralwächter. Er will Claudio nur begnadigen, wenn die Schwester einwilligt, eine geheime Liebesnacht mit ihm zu verbringen. Das wiederum ist für Isabella undenkbar. Sie strebt vielmehr ein Gott geweihtes Klosterleben an. Jetzt hilft nur noch ein tollkühner Plan des verkleideten Vincentio ...

»Maß für Maß« ist eine der abgründigsten Komödien William Shakespeares, deren Happy End bis zum letzten Moment auf der Kippe steht. Mit großer Lust und großer Raffinesse nimmt das Stück den Widerspruch zwischen tugendhaftem Anspruch und triebgesteuerter Wirklichkeit, die Doppelmoral seiner Figuren und die Verführbarkeit der Macht aufs Korn.

Premiere: 15. Oktober 2021

Aktuell disponieren wir die Spieltermine monatlich, sie werden immer am letzten Dienstag eines Monats für den übernächsten Monat im Leporello veröffentlicht.

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: Maß für Maß

Pressestimmen

Kurzweiliger Shakespeare (18.10.2021)

Daniel Karasek und Kerstin Daiber haben das Stück in ihrer Neuübersetzung rasant gestutzt, und der Zwei-Stunden-Abend schnurrt kurzweilig voran, zusätzlich angetrieben durch das Silo auf der Drehbühne (Bühnenbild: Lars Peter). Ein Stadt- und Staatsraum, dessen Goldlack im ewigen Weiter-so längst Patina angesetzt hat. Dass sich daran so bald auch nichts ändern wird, sieht man auf der Rückseite: Da zieht der Herzog als Spielmacher im Off die eigenen Fäden.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Zeitlos und wunderbar verschlankt (21.10.2021)

Daniel Karasek hat Shakespeares Fünfakter mit Kerstin Daiber wunderbar verschlankt und ihm ein zeitloses Gewand geschneidert. Dabei bleiben in seiner packenden Inszenierung am Kieler Schauspielhaus zwischen Sozial- und Gerichtsdrama Handschrift und Stimme des Meisters der (oft witzigen) Wortspielereien unverkennbar. [...]
Das Publikum ist gleich mittendrin im Geschehen – und gespannt auf das Vor- und Nachher. Beides entwickelt sich rasant, getragen von einem pointiert agierenden Ensemble [...].

Schleswig-holsteinische Landeszeitung - Sabine Christiani