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Lidiya Danylchuk / Bea Ehlers-Kerbekian / Dominique Frot / Anna Zadęcka / Despina Sarafeidou

Thespis: 5 Frauen sagen Nein

ca. 90 Minuten

Das gab es noch nie bei Thespis: Nur für dieses Festival wurden vier Schauspielerinnen, die mit Thespis bereits verbunden sind, gebeten, jeweils ein Mini-Monodrama zu gestalten, das sich mit einem – auch am Theater – sehr gegenwärtigen Thema befasst: Frauen, die „nein“ sagen. Herausgekommen sind dabei vier höchst unterschiedliche Kurzstücke, auf deren Uraufführung im Rahmen des diesjährigen Thespis-Festivals wir schon sehr gespannt sind.

Die ukrainische Schauspielerin Lidiya Danylchuk hat sich den ebenso aufwühlenden wie poetischen Monolog KLYTEMNESTRA ihrer gefeierten Landsfrau, der Schriftstellerin, Dichterin und Essayistin Oksana Sabuschko, ausgesucht, in welchem die mythische Titelfigur entschlossen gegen König Agamemnon aufbegehrt.

Der deutschen Zeitgeschichte hat die deutsch-armenische Schauspielerin Bea Ehlers-Kerbekian ihren Beitrag entlehnt: von den vierzehn „ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen“, die die Autorin Christiane Brückner 1983 in ihrem berühmten Buch WENN DU GEREDET HÄTTEST, DESDEMONA versammelt hat, hat sie sich KEIN DENKMAL FÜR GUDRUN ENSSLIN. REDE GEGEN DIE WÄNDE DER STAMMHEIMER ZELLE ausgewählt, den wütenden Gefängnismonolog der RAF-Terroristin am letzten Tag ihres Lebens. (Mit Dank für die Unterstützung: Bettina Schinko.)

Die französische Theater- und Filmschauspielerin Dominique Frot, die das letzte Thespis-Festival eröffnet hat, hat ihren Beitrag PUR MANON C’EST NON ET D’AUTRES NON PLUS (FÜR MANON HEISST ES NEIN UND FÜR ANDERE AUCH NEIN) aus Texten der Gegenwartsautorin Manon Delatre (Frankreich) und der spoken-word-Künstlerin Kae Tempest (Großbritannien) zusammengestellt.

Die vielseitige polnische Theater- und Filmschauspielerin und Puppenspielerin Anna Zadęcka hat sich für ihren Part FELICJA einen Ausschnitt aus dem Kafka-Stück FALLE ihres Landsmanns Tadeusz Rósewicz ausgesucht, einen, wie sie selbst sagt „Protest dagegen, in toxischen Beziehungen stecken zu bleiben, sondern vielmehr Verantwortung für die ganze Welt zu übernehmen, uns selbst die Schuld für Dinge zu geben, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Ich möchte über die Notwendigkeit und die Notwendigkeit der Freiheit einer Frau sprechen. Ich bin dagegen, dass wir in einer Beziehung zu einem anderen Menschen auf uns selbst verzichten müssen.“

Die griechische Schauspielerin Despina Sarafeidou setzt sich schließlich in ihrem Monolog CASSANDRA mit Euripides TROERINNEN auseinander

SPRACHE: Deutsch, Französisch, Polnisch, Ukrainisch, Griechisch