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Jarosław Iwaszkiewicz
Karol Szymanowski

König Roger

in polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ca. zwei Stunden, eine Pause nach dem zweiten Akt
König Roger

Zwei Welten prallen aufeinander: Die hierarchisch geordnete Welt christlicher Orthodoxie und die überbordend rauschhafte Welt dionysischer Anarchie. König Roger II. von Sizilien ist berufen, zwischen der althergebrachten Ordnung und der göttlichen Verheißung eines fremden Hirten zu vermitteln, dem auch Rogers Frau Roxane verfällt. Der König selbst zerbricht beinahe an dieser Aufgabe. Er kann sich nur dadurch retten, dass er sich von allem löst, was sein Leben bislang bestimmt hat.

Karol Szymanowskis große Oper »König Roger« ist eines der größten Mysterienspiele des 20. Jahrhunderts. Der uralte Stoff über die Verführbarkeit des Menschen durch seine dunklen Triebe wird von Szymanowski in unvergleichlicher Klanggewalt und orchestraler Sinnlichkeit in einer kaum wieder erreichten musikalischen Opulenz vertont.
Mit diesem absoluten Meisterwerk des europäischen Opernrepertoires setzt die Oper Kiel nach Prokofjews verrückter »Liebe zu den drei Orangen« ihre Auseinandersetzung mit zentralen Werken der 1920er Jahre fort. Regisseur Dirk Schmeding, der in der vergangenen Spielzeit an der Oper Kiel debütierte, kehrt mit der Inszenierung dieses rätselhaften Werks hierher zurück.

Premiere: 25. Februar 2023

Einführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im 2. Foyer Opernhaus.

Download: Gruppenbuchungsformular

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: König Roger

Pressestimmen

Im Rausch der Erkenntnis (27.02.2023)

Chor und Extrachor, auch der Jugendchor der Akademien, einstudiert von Gerald Krammer und Moritz Caffier, setzen in der polnischsprachigen Aufführung beeindruckende klangfarbliche Akzente. Kiels Erster Kapellmeister Daniel Carlberg führt sie faszinierend mit dem reich schillernden und überwältigend wogenden philharmonischen Riesenorchester Szymanowskis zusammen. Viel deutlicher als auf Tonträgern wird live die unterschiedliche Aura der drei Akte deutlich: das christlich-byzantinische Frömmeln im ersten, die verführerisch-maurische Exotik des zweiten und die mythisch-griechische Klarheit des dritten.

Obwohl der sinfonische Druck von Szymanowskis expressiv überrissenen Impressionismen enorm ist, kommen die optimal besetzten Protagonisten gut zur Geltung. Allen voran berauscht der ukrainische Bariton Oleksandr Pushniak mit Wums und Wärme in der Titelpartie. Die Regie macht mit ihm sehr schön deutlich, wie er lebenslang seine eigene Mitte sucht. 

In seiner Frau Roxane hat der erzwungen beherrschte Herrscher ein Gegenbild, das er in seinen emotionsgeladenen Facetten fasziniert und fassungslos mit der Big-Brother-Kamera beobachtet. Agnieszka Hauzer, als Polin hörbar ganz zu Hause in der Partie, bezaubert nicht nur mit der orientalisch gefärbten Arie im Zentrum des zweiten Akts. [...]

Michael Müller-Kasztelan spielt und singt diesen Hirten – hier kein revolutionärer Volksverführer, sondern der Prophet eines innerlich befreiten Königs – mit einnehmender Intensität und aufreizendem Charme. Schritt für Schritt erkennt der alternde König so, was er ersehnt, worauf seine Eifersucht eigentlich zielt – und was ihm im dritten Akt als bärtigem Altem fehlen wird. Eine von Erfolg gekrönte Prozedur und Opernproduktion.

Kieler Nachrichten - Christian Strehk

Düsteres Regietheater zu rauschhafter Musik – Karol Szymanowskis »König Roger« in Kiel (01.03.2023)

Mit der Musik beschäftigte sich Kiels Philharmonisches Orchester unter Daniel Carlbergs Leitung. Erstaunlich rauschhaft nimmt sie den Zuschauer gefangen. Die vielfältigen stilistischen Anspielungen, die Szymanowski für seine dichte Komposition nutzte, werden plastisch eingefangen und klangvoll umgesetzt. [...]

Neben dem Orchester hat auch der Chor, durch einen Extra- und Kinder- und Jugendchor verstärkt, an der großartigen musikalischen Leistung des Theaters einen hohen Anteil. Gerald Krammer hatte ihn einstudiert. [...]

Die vokale wie instrumentale Musik voller Finesse und grandioser Farben nahm gefangen. 

Neue Musikzeitung - Arndt Voß

Der König taumelt (01.04.2023)

Dirk Schmeding macht sich ... [die] selbstzerstörerische Neigung des Herrschers für seine kluge, geheimnisumwehte Kieler Inszenierung von Szymanowskis «Król Roger» zunutze.
...
Das Schöne: Des Königs Verwandlung wird im Verlauf der knapp zwei Stunden nicht nur sicht-, sondern auch hör bar. Kiels Stellvertretender GMD Daniel Carlberg entlockt Szymanowskis sinnlichsüffiger, mit lyrischen, oratorischen und rauschhaft-orientalischen Elementen angereicherter Partitur all den ihr innewohnenden Zauber und animiert das hervorragend disponierte Philharmonische Orchester Kiel zu einem irisierend-sensitiven, sowohl plastischen wie fein ausziselierten Klang. Carlbergs ausgeprägte Liebe zum Detail paart sich dabei mit seiner Gabe, die weitgespannten, in sich teilweise heterogenen Linien beharrlich frei strömen zu lassen, sodass die magische Energie von Szymanowskis Musik das Geschehen auf der Bühne begünstigt – die Psychologie dieser Musik färbt auf die Protagonistinnen und Protagonisten ab.
Sie alle wirken bei Schmeding und seinem Regieteam wie Figuren aus einem Roman von Franz Kafka, denen die Realität als etwas «erscheint», dessen sie nicht habhaft werden können und durch die sie hilflos hindurchtaumeln. Das Dasein selbst ist es, dem sie in hilfloser Faszination gegenüberstehen, weil es ihnen nicht gegeben ist, seine Geheimnisse zu entschlüsseln. Oder wie Blanchot es so schön gesagt hat: Da ist ein «Licht, das zugleich Abgrund ist, ein Licht, in dem man zugrunde geht, furchterregend und verlockend.» Zum Glück hat der Alptraum ein Ende und sind zum Schlussapplaus alle wieder auf der Höhe.

Opernwelt - Jürgen Otten

Ein König auf dem Weg zur Sinnlichkeit (28.03.2023)

Wen's in den Ferien nordwärts zieht, der buche in der Oper Kiel Karol Szymanowskis »König Roger«, einen spannenden Selbstfindungsmythos, den der polnische Komponist nach dem Ersten Weltkrieg schuf. Dirk Schmeding, in Braunschweig durch seine treffenden Inszenierungen von »Rusalka« und der »Passagierin« bekannt, hat das schillernde Werk konsequent auf Szymanowskis Lebensumstände angewandt und doch auch in  einen zauberhaften kosmisch entgrenzten Rahmen gestellt, in dem neben Sonne, Mond und Sternen auch Stubenlampen und Weihnachtssterne leuchten. 
...
In rührender Klangrede macht Oleksandr Pushniak, lange Jahre im Braunschweiger Ensemble, die Gedankenarbeit und die Gefühlsachterbahn Rogers deutlich, führt seinen substanzvollen Bassbariton mühelos in lichtere Gefilde und kraftvoll aufschwellende Selbstentäußerung, ein packendes Porträt.
Szymanowskis oft modern gebrochene Spätromantik entfaltet in Kiel unter Daniel Carlberg einen sphärischen Sog. 

Braunschweiger Zeitung - Andreas Berger

»König Roger« wirklich sehenswert oder doch nur zum einschlafen? (14.03.2023)

Es war meine erste Oper, somit hatte ich mich bisher weder mit der Oper generell, noch mit dem Stück beschäftigt. Weshalb ich nicht JUHU gerufen habe als man mir verkündet hat, ich würde zusammen mit meiner Klasse in die Kieler Oper zu einer Vorstellung mit polnischen Obertiteln und einer Musikrichtung, die gar nicht meinem Geschmack entspricht gehen. Dem entsprechend hatte ich nicht zu viele Erwartungen. Allerdings war ich nach der Vorstellung doch wesentlich anders gestimmt und dies sogar positiv. 
[…]
Ich habe gemerkt, dass je länger ich dort saß und die Menschen hab schauspielern sehen, mit ihren Kostümen, den wechselnden Bühnenbildern und der Passion, die die Menschen dort auf der Bühne aufzeigen, dass man tatsächlich interessiert wird und mit der Zeit in die Geschichte vertieft und hineingezogen wurde, nicht zuletzt wegen der von starken Emotionen getragenen Musik, denn obwohl es gar nicht dem entspricht, was ich mir anhören würde, hat es mir ziemlich gut gefallen, es hat sehr gut mit dem beeindruckendem monströsen Musiktheater überein gestimmt, durch die dunklen und geheimnisvollen Stimmen, sowie dem starken Ausdruck, aber auch die beeindruckenden klangfarblichen Akzente, die einen zusätzlich in den Bann ziehen. Aber nicht nur die Musik war beeindruckend, sondern auch das Aussehen der Menschen war faszinierend. Die Frau des Königs, Roxane, ist zunächst schwarz gekleidet. Die weißen Akzente lassen Roxane seriös und recht vornehm wirken. Etwas später erscheint sie allerdings in einem ledernen Bustier und mit nackten Beinen in Lederstiefeln. Dies lässt sie wie eine etwas „schräge“ Dame wirken. Auch die weißen, glatzköpfigen Menschen mit den schwarzen Brillen, die das Volk darstellten, haben eine ganz eigene Wirkung. Sie wirken sehr imposant und viel auf einmal, doch mit der Zeit kommt es einem gar nicht mehr so überwältigend vor mit den verkleideten Menschen, der polnischen Sprache und den dazugehörigen deutschen Obertiteln. Man schaltet dies aus und genießt das Stück und die spielenden Menschen. Dennoch muss ich dazu sagen, das es nicht gerade leicht ist den Inhalt einer Oper zu erfassen, zumindest nicht so leicht wie beispielsweise bei einer Komödie. Deshalb würde ich bei meinem nächsten Besuch in der Oper darauf achten, mir vorher eine kurze Zusammenfassung durchgelesen zuhaben, damit ich eine grobe Ahnung habe worum es geht und was gerade passiert.
Somit kann gesagt werden, dass meine persönlichen Erwartungen übertroffen wurden und sich meine Einstellung und Vorstellung gegenüber der Oper zum Besseren entwickelt hat und ich dem Stück zu Anfang Unrecht getan habe, denn es ist mit Sicherheit nicht zum Einschlafen. Ich habe gelernt, dass man die Oper für langweilig, steif und überteuert halten kann, aber ich bin froh, diese neue Erfahrung gemacht zu haben. Ich würde nicht sagen, dass ich ein ultimativer Opernfan geworden bin, aber ich würde einen erneuten Besuch bei einem anderen Stück nicht ausschlagen. Ich bin um eine Erfahrung reicher und konnte mir ein eigenes Bild schaffen. Denn wie will man sich Meinung über etwas bilden, was man nie ausprobiert hat.

Patenklasse - Zoe

Eine Schulklasse im Opernhaus – ein besonderer Abend für die Schüler der WG12 (14.03.2023)

Überall sind viele Menschen, es ist laut, die Stimmung gespannt: 
All diese Aufregung dreht sich um das Opernhaus.
Denn es geht um einen besonderen Anlass: die Premiere der Oper »König Roger«.
Und mittendrin eine Gruppe Schüler, welche der Premiere an diesem außergewöhnlichen Abend beiwohnen darf.
Die Stimmung ist besonders. Draußen ist es bereits dunkel, ein kalter Wind weht. Nach dem Betreten des Opernhauses wird es angenehm warm. Direkt hört man die dumpfen Stimmen der vielen Leute an der Garderobe, fängt Fetzen von aufgeregten Gesprächen auf. »Wie wird es wohl sein?«, »Bist du aufgeregt?«
Das Licht ist gedämmt, die Tritte durch den Teppich nur dumpf zu vernehmen. Ein etwas staubiger Geruch, wie er so typisch für ältere Gebäude ist, schleicht sich in die Nasen der Leute.
Auf einmal beginnen die Gäste, sich zu den Eingängen des Saals zu begeben. Die Menge bemerkt es, und alle versuchen, auf ihre Plätze zu haschen. Jeder möchte sich setzen und die Bühne begutachten.
Auf den mit rotem Samt überzogenen Sitzen sitzend, hört man das Getuschel der anderen Gäste. In allen Reihen finden rege Gespräche statt. Bis plötzlich ein Glockenschlag ertönt und das Licht schnell erlischt. Aufregung und Spannung machen sich für wenige Sekunden in den Sitzreihen breit, bis komplette Stille einkehrt. 
Doch dazu später mehr.
Für die anfangs erwähnte Schulklasse sind diese jedoch nicht die ersten Eindrücke des Kieler Opernhauses. Sie waren bereits wenige Tage zuvor im Rahmen einer Probe in der Oper zu Besuch.
Auch diese war sehr spannend. Die Schulklasse hat im Rahmen einer Führung interessante Hintergrundinformationen erhalten und konnte viele Blicke hinter die Kulissen sammeln. Selbst ein Gang auf die Bühne und in die Maske waren Teil der Führung.
Bei dem Gang auf die Bühne hatten die Schüler die Möglichkeit, diese aus einer vollkommen neuen Perspektive kennenzulernen. Es wurden die verschiedenen Etagen der Bühne sichtbar, die gesamte Lichttechnik und auch die „Geheimgänge“ der Darsteller konnten besichtigt werden. Von der Bühne aus, welche ungewohnt hell erleuchtet war, ging es weiter hinter die Kulissen des Theaters. Die Gänge hinter der Bühne sind dunkler, viele Wände sind schwarz. Die nächste Station war die Maske. Dort wurde den Schülern viel erklärt. Es war für einen kurzen Moment sogar möglich, einen Blick in den Raum zu werfen, in welchem die Perücken und Ähnliches hergestellt werden. Die Schüler durften sogar eine Echthaar-Perücke, als auch eine künstliche Glatze anfassen und genau begutachten. 
Der Raum war hell, und nicht besonders geräumig, wenn sich so viele Personen in ihm aufhalten. Von der Maske aus führten zwei Türen zu den Umkleideräumen der Darsteller. 
Nachdem die Maske besichtigt, und ihre Aufgabe genau erklärt wurde, ging es einen schmalen Flur mit vielen Türen entlang.
In diesem Gang war es etwas dunkler, und roch wieder typisch nach Theater. Im Hintergrund hörte man das Orchester proben. Von Zeit zu Zeit huschten Mitarbeiter des Theaters an uns vorbei. Dann blieben wir vor einer der Türen stehen. Sie stand offen, und ermöglichte uns einen Blick in den Raum. Es war eine Werkstatt. An den Wänden standen Werkbänke, verschiedene Materialien und Werkzeuge waren zu sehen. In dieser Werkstatt wurden Requisiten und Feinschliffe für die Kostüme gefertigt. Eine Frau trat aus dem Raum hervor, und erklärte uns, woran sie gerade arbeitete. Auch zeigte sie uns ein paar ihrer Arbeiten, welche für »König Roger« gerade von ihr gefertigt werden.
Nachdem wir auch die Werkstatt besichtigt hatten, gingen wir wieder zu dem Punkt, an welchem unsere Führung begann. Dort erwartete uns bereits der Dramaturg Ulrich Frey. Er erklärte uns einige Abläufe im Theater, teilte viele Informationen zu »König Roger« und beantwortete uns unsere Fragen. 
Nachdem die Führung abgeschlossen war, waren wir gut über das Theater und das Stück informiert. Wir freuten uns bereits sehr auf die Premiere. 
Das Highlight war jedoch, dass die Schüler an einer Probe für »König Roger« teilnehmen durften. So konnten sie sich bereits ein Bild des Zuschauerraums machen, die Darsteller sehen und die Solisten und das Orchester hören. Es war etwas ungewohnt, die Solisten in ihrer Alltagskleidung zu sehen. Die Probe war jedoch ein sehr schönes Erlebnis. Ebenfalls war es sehr besonders für die Schüler, den Zuschauerraum fast leer zu sehen. 
Nun jedoch wieder zur Premiere selbst. 
Nachdem das Licht erlischt und Stille einkehrt, beginnt das Stück. Alle hören und sehen gebannt zu. 
Da das Stück auf Polnisch aufgeführt wird, sind über der Bühne deutsche Übertitel zu lesen. 
Alle sind begeistert von der Leistung auf der Bühne, den aufwendigen Kostümen und dem kunstvollen Bühnenbild. 
In der Pause besorgen die Gäste sich Getränke und Snacks. Es ist laut auf den Fluren. Von allen Seiten sind Gespräche und Diskussionen über die Aufführung zu hören. 
Nach einer halben Stunde finden alle Gäste zurück auf ihre Plätze, um sich den 2. Teil der Oper anzusehen. 
Es ertönt erneut ein Glockenton, dann erlischt das Licht. Es geht weiter. 
Nach dem zweiten Teil der Oper folgt ein langer Applaus. Die Gäste scheinen sehr begeistert. 
Das gesamte Erlebnis der Oper, sowohl die Probe als auch die Premiere umfassend, ist für die Schüler sehr besonders. Als Schulklasse haben wir nicht nur viel neues Wissen erlernt, sondern auch besondere Eindrücke, vor allem hinter den Kulissen, bekommen. Gekrönt wurden diese Eindrücke und Erfahrungen natürlich durch die Premiere.

Patenklasse - Karolin

Die Oper »König Roger« von Karol Szymanowski in Kiel (14.03.2023)

[...] Bereits die Probe von »König Roger« war sehr interessant und aufschlussreich, sowie die folgende Erläuterung des Dramaturgen, Ulrich Frey, weil er bestätigte, dass das Stück sehr rätselhaft und teilst unverständlich wäre. Die Oper sei nicht so bekannt und darum ist eine Vorbereitung nötig. Er erklärte, dass das Stück und die Musik einem Drogen Trip gleichen, weil die Leute des Hofes durch den Zauber des Hirten wie berauscht und benebelt seien. Darüber hinaus erklärte er, dass der Regisseur - Dirk Schmeding - versucht, das Stück möglichst konkret darzustellen, wie durch das realistische Bühnenbild auch deutlich wird. Dieses war sehr minimalistisch dargestellt, im Raum war lediglich ein Doppelbett zu sehen. Ebenfalls schön mit anzuhören und anzusehen waren die Musik und die Instrumente, welche uns nochmal genauer erklärt, gezeigt und vorgespielt wurden. […] Wir konnten genau sehen, wie gearbeitet wurde und wie schrittweise musikalische und schauspielerische Verbesserungen vorgenommen wurden. Während der Probe des 2. Aktes, welche sich im Innenhof des Königspalastes abspielte, waren die Sänger noch nicht verkleidet oder gestylt. Sie trugen ihre Alltagskleidung, mit der sie trotzdem schon gut zur Geltung kamen. Der Chor war ebenfalls noch nicht verkleidet. Bei der Aufführung sollen die Choristen als glatzköpfige Hintergrundfiguren auftreten, welche dem Aussehen von Minions ähneln. Sie tragen besondere Brillen, welche aufwendig von der Requisite aus kleinen Zahnrädern gebastelt wurden. Sie hat ebenfalls die Perücken für die Schauspieler gefertigt, welche wir auch anfassen durften. Die Perücken und Bärte bestehen aus echtem Haar und die Glatzen werden aus Latex gefertigt. Auch diese durften wir aufsetzen und uns als Glatzkopf ansehen. Das Herstellen der Perücken ist ein sehr langer und aufwendiger Prozess. […] Bereits während der Probe waren die Musik und vor allem die Sänger schon atemberaubend mit anzuhören, ihre fesselnden Töne nahmen den gesamten Raum ein und sorgten für große Vorfreude auf die ganze Oper.

Patenklasse - Stine

Am 25. Februar dieses Jahres fand in Kiel die Premiere des Stückes »König Roger« vom polnischen Komponisten Karol Szymanowski statt. (14.03.2023)

Vor der nahezu ausverkauften Kieler Oper begann die Premiere um 19.30 Uhr, wobei auch ich mit meiner Klasse anwesend war. 
Schon im Vorweg der Premiere hatten wir einen Einblick hinter die Kulissen bekommen. 
Unser Kollektiv durfte einige Tage zuvor bei einer Chorprobe zusehen, weshalb ich besonders gespannt war, wie die tatsächliche Umsetzung von Statten gehen würde. 
Tendenziell war ich zunächst skeptisch, da ich schon immer eher negative Assoziationen mit der Oper habe. Ihr steifer Aufbau, gepaart mit den häufig hohen Preisen und der elitären Stimmung wirkten für mich noch nie wirklich anziehend, weshalb ich sie zunächst nicht mit einer Beschäftigung für Jugendliche verbunden habe. 
Doch war diese Einstellung gerechtfertigt? 
In diesem Stück definitiv nicht. Gleich zu Beginn des Stückes merkte ich, dass ich sehr gespannt auf die Darbietung war. Die Musik, welche durch ein Orchester von ca. 80 Leuten erzeugt wurde, ertönte sofort laut und klar, was gepaart mit dem Chor, welcher eine ähnliche Zahl an Protagonisten aufwies, für eine atemberaubende und spannende Stimmung sorgte. 
Zwar wusste ich durch unseren vorherigen Besuch im Vorlauf der Premiere bereits, dass es sehr stark auf Instrumentelles und Gesang gestützt sein würde, doch begeisterte es mich trotzdem. 
Besonders die Mischung aus polnischer Volksmusik, klassischer Musik und modernen Elementen sorgte für einen sehr gelungenen Stilbruch von der klassischen Oper und unterstützte den besonderen und mysteriösen Inhalt des Stückes. 
In dem tragischen Stück selbst geht es um die Auseinandersetzung der christlich orthodox und hierarchisch geordneten Welt mit der des heidnischen Glaubens mit der Prägung des dionysischen Lebensstils. 
König Roger ist ein Vertreter des christlichen Glaubens, wobei das Volk in der kleinen, von ihm regierten mittelalterlichen Stadt das heidnische Glaubensbild verkörpert. 
Das Stück stellt somit den Glaubenskonflikt von König und Volk dar und greift ein moderneres und für die Oper untypisches Thema auf. 
Gerade das unübliche im Inhalt hat mir allerdings sehr gefallen, da sie den Zeitgeist getroffen hat und einen größeren Aktualitätsbezug aufwies. 
[…] Besonders der Konflikt zwischen den Glaubensrichtungen und der Zwiespalt in König Roger haben mir inhaltlich sehr imponiert. 
Die bereits erwähnte musikalische Gestaltung lieferte besonders hier einen großen Beitrag. 
Insbesondere der Bariton in Person des Ukrainers Oleksandr Pushniak bewirkte in der Titelpartie großen Einfluss. 
Sein kraftvoller Bariton vermag alles zu übertönen, obwohl er den König sehr gebrochen spielen musste. 
Die Unterschiede der Stimmlagen unterstützen generell die Unterschiede bzw. den Zwiespalt der Glaubensrichtungen sehr gut. 
Nebenher sind mir die Kostüme ins Auge gefallen, die Kostüme von Pascal Seibicke sind diffus, schlicht gehalten. 
Beispielsweise trug der König einen schwarzen Anzug und zeitweilig die Krone, doch dies genügte, um seine existenziellen Unzufriedenheit zu charakterisieren. 
Alles in Allem ist das Stück »König Roger« sehr sehenswert und für mich in Teilen sogar ein Meisterwerk. 
Besonders interessant war für mich, dass meine anfängliche Vermutung über die Oper nicht bestätigt wurde. Die Thematik im Stück ist sehr modern und zeigt auf, dass auch über Jahrhunderte geprägte Thematiken und Einstellungen wie z.B. die Religion hinterfragt werden können. […]

Patenklasse - Rosa

Meine ersten Berührungspunkte mit einer Oper - Proben- und Opernbesuch - Siegt die Party oder die Vernunft? Wozu entscheidet sich König Roger? (14.03.2023)

Wir (meine Klasse und ich), als die Patenklasse des Opernhauses, waren vor kurzem zu einem Probenbesuch des Stückes »König Roger« vor Ort. Dort gab es ebenfalls einen Rundgang durch die folgenden verschiedenen Bereiche des Theaterhauses: Opernsaal, Bühnenkulisse, Garderoben, die Maske und anschließend einen einstündigen Einblick in die Opernprobe.
Zum Zeitpunkt des Probenbesuches war ich noch niemals in einer Oper gewesen. Kurz nach unserer Ankunft im Opernhaus, um dieses zu besichtigen, hat die Theaterpädagogin Denise von Schön-Angerer erst einmal Allgemeines erzählt. Es gibt insgesamt 500 Mitarbeiter, 3 verschiedene Standorte und in den Saal des Opernhauses passen ungefähr 800 Zuschauer. Anschließend haben wir einen kleinen Rundgang durch das ganze Gebäude bekommen. Wir durften in den Opernsaal, hinter die Bühnenkulisse, in die Garderoben, die Maske und uns einen Teil der Probe angucken.
Im Opernsaal wurde uns erzählt, dass zwischen dem Bühnenboden und der Decke circa 24m liegen. Im Saal gibt es 3 kleine Bildschirme, die in Richtung Bühne zeigen. Darauf wird der Dirigent während des Stückes gezeigt, damit die Sänger ihn erblicken können (da er im Orchestergraben sitzt könnten diese ihn sonst nicht sehen).
Im Anschluss sind wir hinter die Kulissen gegangen, was meiner Meinung nach spannend anzusehen war, da ich so etwas zuvor noch nie gesehen hatte. Hinter einem Opernstück steckt viel mehr Arbeit, als man als Zuschauer denkt! In der Maske durften wir uns einmal kurz umschauen und dann haben wir zum Beispiel eine ,,Hexennase“ gesehen. Um so etwas herzustellen, muss ein genauer Abdruck der Nase von dem jeweiligen Darsteller angefertigt werden, welche anschließend in eine Hexennase umgeformt wird. Die Perücken werden aus Echthaar angefertigt und das dauert im Durchschnitt 40 Stunden pro Perücke. In einer Garderobe sind mehrere Menschen. Nicht jede Person hat eine eigene. Als wir uns dann einen Teil der Probe angucken durften, war ich ein bisschen überrascht. Ich finde, man stellt sich eine Oper ganz anders vor, wenn man noch nie eine besucht hat. Meiner Meinung nach hat es ein bisschen Ähnlichkeit mit Ballett. Allerdings war ich positiv überrascht und fand es spannend mir die Vorbereitungen eines Opernstückes ansehen zu dürfen.
Am 25.Februar sind wir dann in die Premiere des Opernstückes ,,König Roger“ gegangen. Darin treffen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Auf der einen Seite gibt es die Welt der hierarchischen christlichen Orthodoxie und die berauschende Welt der dionysischen Anarchie. König Roger muss zwischen der traditionellen Ordnung und dem heiligen Versprechen eines fremden Hirten vermitteln, dem auch König Rogers Frau Roxane verfällt. Der König selbst kann diese Aufgabe kaum bewältigen, kann sich aber retten, indem er alles loswird, was sein bisheriges Leben
bestimmt hat. 
Bevor ich persönlich in die Premiere gegangen bin, habe ich mir einige Fragen ausgedacht, die ich nun beantworten möchte. Die erste Frage, die ich mir selbst gestellt hatte, war, wie ich es fand das erste Mal ein Opernstück zu besuchen. Dazu kann ich eindeutig sagen, ich fand es super! Ich hatte große Vorurteile und hatte ehrlich gesagt wenig Lust mir das Stück anzusehen, doch im Nachhinein kann ich sagen, dass es aufregend und eine ganz besondere und neue Erfahrung ist sich ein Opernstück anzusehen. Diese Erfahrung möchte ich auf jeden Fall nicht missen müssen und ich würde mir immer wieder eine Oper angucken. 
Außerdem habe ich mich gefragt, was ich für Gefühle habe, wenn ich das erste Mal ein Theaterhaus betrete. Ich fand man hat den alten Charme des Gebäudes direkt erkannt. Es gibt viele Details wie Wände, Türen, etc. die diesen Charme deutlich zeigen. Außerdem war ich überwältigt, denn von außen wirkt das Gebäude ganz anders als von innen. Es ist verwinkelt und wenn man sich verläuft, ist es schwer wieder herauszufinden (laut Denise von Schön-Angerer). 
Ob mein Outfit overdressed oder underdressed ist, habe ich mir ebenfalls überlegt. Ich hatte eine schwarze Schlaghose mit enganliegendem Oberteil und einem grauen Mantel an. Die anderen Gäste der Oper hatten Kleider, Röcke, Jeans, Anzüge oder sogar teilweise Pullover an. Meiner Meinung nach war ich also weder over- noch underdressed. Man sollte schick angezogen kommen, doch eine Jeans mit einer Bluse ist auch vollkommen in Ordnung. 
Die Stimmung in einer Oper ist ausgelassen und entspannt. Jeder sitzt auf seinem festgelegten Platz und wartet auf das Signal, dass es losgeht. Vor dem Beginn des Stückes sind viele Hintergrundgeräusche (Gespräche, …), doch wenn sich der Vorhang öffnet, wird alles still und jeder hört gespannt zu. 
Zu dem Opernstück »König Roger« habe ich mir eine eindeutige Meinung gebildet. Es ist schwer zu verstehen, wenn man kein Polnisch kann, denn die Obertitel sind teilweise schnell wieder verschwunden oder auch im deutschen schwer verständlich. Doch aus dem Verhalten der verschiedenen Darsteller lässt sich vieles erschließen, auch wenn man die Übertitel nicht komplett versteht. […]
Ob sich König Roger nun für die Party oder die Vernunft entscheidet, interpretiert schlussendlich also jeder für sich selbst. Meiner Meinung nach entscheidet er sich für die Vernunft, doch warum das so ist, sage ich nicht, denn dann würde ich euch das Ende des Opernstückes vorwegnehmen. Also schaut es euch einfach selbst an!

Patenklasse - Jana

Ein einzigartiges Erlebnis im Kieler Theater (14.03.2023)

Diese Reportage begleitet eine Klasse der Kleemannschule Kiel bei einem spannenden und interessanten Besuch im Kieler Theater zu einem der größten Mysterienspiele des 20. Jahrhunderts von Karol Szymanowski.
Es ist kalt, windig und regnerisch. Eine Gruppe von Schülern, aus der 12. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums der Kleemannschulen Kiel, steht um 9.30 draußen vor der Tür der Theater Kiels und friert, als es endlich losgeht. Sie werden in das Kieler Theater reingelassen und versammeln sich zuerst bei der Garderobe. Dort bekommt jeder eine gelbe Weste, auf der »Besucher« draufsteht.
Als erstes platziert sich die Gruppe im Zuschauerraum. Diese besteht aus 800 mit Samt bezogenen Plätzen. Von da aus können sie die Techniker, die mit den Bühnenlichtern beschäftigt sind, zuschauen. Es stellt sich ein sehr chaotisches und verstreutes Bild für die Schülergruppe dar. Es gibt sehr viele Lichter. Einige Lichter hängen heruntergelassen, davon werden manche Lampen abgenommen und andere nur verstellt.
Vom Parkett aus wird ihnen auch ein Fernseher gezeigt, auf dem der Dirigent abgefilmt wird, damit die Sänger und der Orchestergraben, ihn immer sehen können.
Dann geht es endlich hinter die Bühne.
Als erstes wird die Gruppe links hinter die Bühne geführt. Dort befindet sich ein kleiner Kasten, welcher aus Glas und Holz besteht In diesem Kasten wird das Stück, mithilfe von verschiedenen Knöpfen, überwacht.
Die Gruppe wird weiter dem engen Gang entlanggeführt und kommt in einen größeren Raum. Dort versammeln sie sich. Sie bekommen Perücken gezeigt, welche aus echten Haaren angefertigt werden.
Die Anfertigung der Perücken kann bis zu 40 Stunden dauern. Die Perücken, sowie selbst angefertigte Glatzen, wurden einmal im Kreis herumgegeben, sodass jeder sie einmal anfassen konnte. Die Schüler waren sehr beeindruckt. Anschließend durfte jeder einmal in die Maske hineinschauen. Da die Maske sehr eng ist, muss dort alles sehr koordiniert ablaufen und jedem Sänger wird eine Uhrzeit vorgegeben, zu der er in die Maske soll.
Als nächstes geht es für die Gruppe von dem Raum aus, nach rechts in den nächsten engen Gang. Auf der linken Seite befindet sich nun eine geöffnete Tür. An diesem Ort werden Requisiten hergestellt, dazu gehört alles was man tragen kann. Auch Waffen, jedoch benötigt man für diese einen Waffenschein.
Zum aktuellen Zeitpunkt werden dort 80 Brillen für den Chor vorbereitet. Die Brillen sollen eine Mischung aus den grauen Männern von Momo und den Minions darstellen. Dazu wurden sie bereits angemalt und es sollen noch viele kleine Zahnräder herangeklebt werden.
Dann geht es weiter durch einen dunklen Gang, an den Umkleiden vorbei, zurück zur Bühne.
An diesem Punkt kann die Klasse sehr weit nach oben schauen, aufgrund der hohen Decke. Hier können verschiedene Wände hoch- und heruntergefahren werden, um das Bühnenbild schnell zu verändern.
Nach einer kurzen Pause durfte die Klasse wieder hoch in den Zuschauerraum 1. Rang gehen und schaut nun der BO-Probe zu, welche im Normalfall 1,5 Wochen vor der Premiere stattfindet. Bei der BO-Probe trifft das Bühnengeschehen und das Orchester, welche zuerst getrennt geprobt haben, das erste Mal aufeinander.
Dort angekommen war die Gruppe an Schülern sehr gefesselt davon, wie der Dirigent sich auf alle Teile des Chores und die Sänger konzentrieren konnte und auf diese regelmäßig durch Verbesserungsvorschläge einwirkte. Dem Ganzen schauten sie etwa eine Stunde lang zu. Zuletzt folgte eine kurze Fragerunde mit Ulrich Frey, dem derzeit leitenden Dramaturgen des Musiktheaters.
Durch diesen spannenden, interessanten und erlebnisreichen Tag konnte die Klasse WG 12 der Kleemannschulen Kiel nicht nur hinter die Kulissen des Theaters schauen, sondern auch viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln.
[…]
Zusammengefasst war ein sehr schöner Tag für alle Schüler und Schülerinnen.

Patenklasse - Emily

Kiel: König Roger (01.04.2023)

Dirk Schmeding nimmt den vom Komponisten gewählten Untertitel »Mysterium« ernst und inszeniert »Król Roger« entsprechend vieldeutig. Er fasst die Oper auf als eine »Reise durch Rogers innere Landschaft«. Die Geschichte von König Roger, in dessen Reich ein unbekannter Girte plötzlich auftaucht und den Menschen von einer freien Form der Liebe und der Religion predigt, hat Schmedings Fantasie in der Tat beflügelt: Zu Beginn der Oper sehen wir eine glatzköpfoge, bebrillte Menschenmasse, die in Verhalten und Aussehen total identisch ist. Sie fordert vom König, den fremden Hirten, der »in frommen Herzen de Glauben mordet und die Frauen zur Sünde verlockt«, zu steinigen. Was für ein starkes Bild, diese gesichtlose, nach Rache und Strafe rufende Masse (Kostüme: Pascal Seibicke)! Ihr gegenüber steht der König, voller Selbstzweifel. Im Laufe der Oper entscheidet er sich mal für, mal gegen den verführerischen Hirten, um schließlich für sich eine sehr individuelle Lösung zu finden, die aber kaum definierbar ist: »Und meiner tiefen Einsamkeit, dem Abgrund meiner Macht entreiße ich mein reines Herz und bring's als Opfer dar der Sonne!«
... 
Bei Oleksandr Pushniak ist die Titelrolle in besten Händen ... Michael Müller-Kasztelan ist schon rein äußerlich ideal für die Rolle des Hirten [...] Auch gesanglich meistert er seine Partie mit Bravour, denn sein gut fokussierter Tenor beeindruckt durch Flexibilität und Schönklang. ...
Daniel Carlberg führt das Philharmonische Orchester und den Chor (Einstudierung Gerald Krammer) Kiel mit sicherer Hand und großem Enthusiasmus durch die schillernde Partitur, entlockt den Musikern ebenso avantgardistische wie schwelgerische Töne à la Richard Strauss und gibt dem Rauschhaften dieser verführerischen Musik doch deutliche Konturen. Somit wird er der enormen Komplexität der Oper vollauf gerecht. Das Premierenpublikum war begeistert und spendete langanhaltenden Applaus.

Opernglas - Jürgen Gahre