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Roland Schimmelpfennig nach Hans Christian Andersen

Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin (Weihnachtsmärchen)

ab 5 Jahren

Spieldauer: ca. 90 Minuten, keine Pause
Spielstätte: Opernhaus

Verdreckt und erschöpft sind sie – der einbeinige Zinnsoldat und die grazile Balletttänzerin aus Papier. Aber sie haben sich wiedergefunden, was wirklich ein Wunder ist, nach all den Gefahren, die sie überstehen mussten. Dabei fing alles so schön an. Damals, als sie sich im Kinderzimmer des Jungen auf einem Fensterbrett begegneten und verliebten. Doch dann wirbelte ein Windstoß die papierne Tänzerin in den Himmel und stürzte gleichzeitig den Zinnsoldaten in die Tiefe. Und sie konnten nichts dagegen tun, weil sie ja nur Spielzeuge waren. Hilflos und mit weitem Abstand voneinander wurden beide auf eine eigene Reise ins Ungewisse geschickt. Doch nach vielen abenteuerlichen Begegnungen mit Tauben und Papierdrachen, frechen Straßenjungs und wachsamen Kanalratten stehen sie sich am Ende wieder gegenüber und alles ist gut.

Roland Schimmelpfennig ist einer der wichtigsten deutschen Gegenwartsdramatiker, seine Stücke sind am Schauspiel Kiel mit großem Erfolg regelmäßig gespielt worden. Nun hat er das berühmte Märchen »Der standhafte Zinnsoldat« von Hans Christian Andersen in faszinierender Weise überschrieben: Ein erzählerischer und wunderschöner theatraler Reisebericht zweier liebenswerter Außenseiter. Ein magischer Bilderreigen, wie immer ergänzt durch eigens für die Kieler Inszenierung komponierte Musik, über Respekt, Zuneigung, rücksichtvolles Verhalten untereinander und die große Macht der Poesie.

Vorverkaufsstart: 02.11.2021

Auf unserem Flyer im PDF-Format finden Sie alle Spieltermine des Weihnachtsmärchens für Familien.

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Pressestimmen

Große bunte Wundertüte (22.11.2021)

Bühnenhoch flirrendes Seegras, luftige Schattenspiele oder ein feines Papierschiff mit eingebautem Kapitän: Es ist eine große bunte Wundertüte, die das Regieteam um Nele Tippelmann mit Roland Schimmelpfennigs Märchenadaption »Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin« im Opernhaus auf die Bühne zaubert – zum größten Vergnügen des durch alle Generationen gemischten Premierenpublikums. […]
Eva Kewer und Tony Marossek haben sich mit Witz und Neugier hineingefühlt in die Figuren, in ihr Staunen und ihre Beherztheit. Und sie konterkarieren die Klischees, die beide mit sich tragen: Eva Kewer fliegt als zauberhaft gelenkige Tänzerin durch den Abend, zart und zäh zugleich. Ein starkes Mädchen, das weiß, was sie will.
Der Soldat ist da zaudernder, ängstlicher; und Tony Marossek lässt diesen Antihelden lustig changieren zwischen Standhaftigkeit und sinkendem Mut, zwischen Seelchen und Selbstironie. Und dazwischen lassen beide die Sehnsucht der Getrennten flirren.
Dazu wechseln Johanna Kröner und Rudi Hindenburg rasant durch Szenen und Kostüme, sind Nebenfigur und Kulisse und setzen die I-Tüpfelchen auf die Geschichte. […]
Leicht und fragil sind die Bilder, farbig und wirklich – und gleichzeitig so flüchtig, dass sie sich jederzeit wieder auflösen können.
Den Zauber trägt auch die gelungene Musik. Markus Syperek hat dem Weihnachtsmärchen einen vielfältig bildhaften Soundtrack mit stimmungsvollen Songs geschrieben, den die acht Musiker des Philharmonischen Orchesters auf der Bühne unter Leitung von Stefan Bone facettenreich zum Klingen bringen.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender