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Hikikomori

Ein Monolog von Holger Schober, Jugend. Ca. 60 Minuten
Sa28.11.19:00Karten

Seit acht Jahren lebt H in Isolation in seinem Zimmer. Nur, um auf die Toilette zu gehen, verlässt er den Raum. Das Essen stellt seine Mutter ihm vor die Tür. Immer wieder will sie ihn überreden, hinaus zu gehen, seine Abschottung zu beenden. Doch H bleibt in seinem Zimmer. Die Zeit vergeht mit Erinnerungen, Gedanken, Träumen und Fantasien. Doch warum distanziert er sich aus freien Stücken vom physischen Kontakt mit der Außenwelt? Ist er nicht in der Lage, mit der Wirklichkeit zurechtkommen? H hat keine Antworten, dabei sucht er sie verzweifelt. Er findet Zuflucht in der virtuellen Welt – das Internet als vermeidlich ungefährliches, anonymes Portal zu anderen Menschen. Als H online ein Mädchen kennenlernt, das in ihm Sehnsüchte nach einem Leben im Draußen weckt, muss er sich fragen: Ist er überhaupt noch in der Lage, ein »normales« Leben zu führen? Und wer verbirgt sich hinter dem virtuellen rothaarigen Mädchen? »Hikikomori« ist ein japanischer Ausdruck, der soviel wie »gesellschaftlicher Rückzug« bedeutet – und beschreibt ein Phänomen, das unter jungen Menschen in Japan immer häufiger anzutreffen ist. »Hikikomori« ist ein eindringlicher Monolog über soziale Distanzierung und die Ängste junger Menschen – und bietet uns gerade in der gegenwärtigen Situation eine faszinierende neue Perspektive, um über das Alleinsein nachzudenken.

Premiere: 30. August 2020

Weitere Spieltermine folgen und werden im jeweiligen Monatsspielplan veröffentlicht.
Der Vorverkauf startet immer am letzten Donnerstag eines Monats für den übernächsten Monat, für Abonnent*innen bereits zwei Tage früher, also immer am letzten Dienstag eines Monats.

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»Hikikomori« ist auch als mobile Produktion buchbar:

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Pressestimmen

Große Eruption und Rückzug (01.09.2020)

Regisseurin Lara Pansegrau zieht das Eingesperrtsein konsequent durch. Die Kämpfe finden entweder auf dem eng begrenzten Bühnenort oder gleich ganz innerhalb der Figur statt. Sebastian Kreuzer rüttelt an seinem selbstgewählten Gefängnis, brüllt, wütet oder wird ganz leise und resignativ. Die Inszenierung schwankt fast über die ganze Zeit zwischen großer Eruption und Rückzug.

Kieler Nachrichten - Beate Jänicke