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Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Giacomo Puccini

La Bohème

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

ca. 2 Stunden inkl. Pause
Spielstätte: Opernhaus
La Bohème
Fr 29.03. 19:00 Besetzung Karten
Fr 12.04. 19:00 Besetzung Karten
Do 25.04. 19:00 Besetzung Karten

Zwei Außenseiter finden sich in einer der ganz großen Liebesbeziehungen der Operngeschichte: Der Dichter Rodolfo und die Näherin Mimì. Doch Mimì ist todkrank, und Rodolfo ist nicht stark genug, ihr Leid zu ertragen. Den Maler Marcello und die lebensfrohe Musetta hingegen verbindet eine turbulente Amour fou. Sie alle sind Teil dieses überwältigenden Lebensbildes der Pariser Bohème.

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Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: La Bohème

Pressestimmen

Eindringlich und intelligent (11.09.2023)

Die Inszenierung setzt die Handlung schlüssig in ein zeitloses „Heute“ – einschließlich des dritten Bildes mit frostig umdunsteten Birken und Fahrrad (Bühne: Philip Rubner, Kostüme: Johanna Lakner, Lichtgestaltung: Matthias Hillebrandt) [... ]
Ein unverzichtbarer Hauptakteur in „La Bohème“ ist das Orchester. GMD Benjamin Reiners setzt mit den gut aufgelegten Philharmonikern auf Schwungkraft und unsentimental-innigen Ausdruck. [...]
Wer sich seelisch-künstlerisch zwei Stunden lang eindringlich und intelligent aufrütteln lassen will, kommt an Kiels „La Bohème“ nicht vorbei.
 

Kieler Nachrichten - Michael Struck

Mimì mit einer grandiosen Leichtigkeit (12.09.2023)

Hauptdarstellerin Athanasia Zöhrer spielt und singt die Mimì mit einer grandiosen Leichtigkeit.
Das schlichte Bühnenbild überrascht vor allem im zweiten Akt: Plötzlich ist die Bühne voll, der Chor erscheint und Kinder auf Stelzen und mit riesigen Zuckerstangen treten auf.
[...] Wieder überrascht das Bühnenbild: Mit Mimìs schwindender Energie engt sich der Blick auf die Bühne von allen Seiten ein.

NDR 1 Welle Nord - Alexa Dudda

Stürmische Begeisterung (14.09.2023)

Im Spiel wie im Gesang von Enttäuschung über Hoffnung und Liebeswahn beeindruckte Samuel Chan mit einem wendigen und kraftvollen Bariton. [...]
Kurze Zeit später erschienen die anderen Mitbewohner, Colline, der Philosoph, in einem auffällig fein gearbeiteten Mantel, geschuldet der Finalszene und der Arie »Vecchia Zimarra«, die Oleksandr Kharlamov grundtief, doch wehmütig vortrug. Als letzter kam Schaunard zur Weihnachtsfeier. Ihn verkörperte mit kräftigem Bariton wieder einmal Matteo Maria Ferretti, der auch hier der Nebenrolle Gewicht verlieh. [...]
Wenn Xenia Cumento mit ihrem »Quando me’n vo« ein Exempel präsentiert, feinsinnig und delikat und mit der nötigen Ausstrahlung und Leichtigkeit, wird das zu einem Höhepunkt des Abends. [...]
Grandios darin die immer subtilere Stimmführung von Athanasia Zöhrer, die in diesen Szenen immer mehr zur Zentralfigur wird. Ihr junger Sopran ist farbig und volltönend in allen drei Registern, die sie bis zum Sterben einsetzen kann. [...]
Auch Tigran Hakobyan als Rodolfo findet immer stärker in seine Rolle, obwohl die erste Liebesszene schon Gewicht hatte. Die beiden Stimmen, ihr farbiger Sopran und sein leicht lyrischer Tenor harmonierten wunderbar.
Alexandra Liedtke hatte mit ihrem Regieansatz offenbar das Herz des Publikums getroffen. Die Begeisterung ist durchaus stürmisch zu nennen und bezog die Sänger und das Philharmonische Orchester Kiels unter Benjamin Reiners Leitung ein. [...]
Fazit: »Leidenschaft« ist in dieser Spielzeit zum Motto geworden, prangt auf der Titelseite des Programmheftes für Oper, Schauspiel oder Ballett. Was aber kann »Leidenschaft« in doppelter Bedeutung besser präsentieren als dieses Werk zum Auftakt der Saison!

nmz online - Arndt Voß

Herausragende Klarheit (16.10.2023)

Getrieben durch fröstelnde Existenznöte, wirft der Protagonist Rodolfo (Tigran Hakobyan) seine Ideen seitenweise ins Feuer, um seine Freunde zu wärmen. Wen dieser emotionale Akt noch kalt lässt, schlägt sich spätestens nach einer ausgetüftelten Chorpartie gegen den mietjagenden Vermieter auf die Seite der Lebenskünstler. In herausragender Klarheit verbindet das Dirigat von Chenglin Li das Philharmonische Orchester mit dem Puls der Solist*innen. Alles scheint perfekt an diesem Abend, als sich endlich auch eine glockenhelle Mimì (Athanasia Zöhrer) in das Leben von Rodolfo singt. 

DER ALBRECHT - Lena Felgendreher

Hinreißend charakterisiert (01.11.2023)

Die Thematik des Sterbens ist in dieser Inszenierung von Alexandra Liedtke auf höchst eindrucksvolle Weise hervorgehoben - auch deswegen, weil das ausgelassene Feiern und der Lebensgenuss - die andere Seite des menschlichen Daseins - zum Leben dazugehören und hier hinreißend charakterisiert werden. [...]

Den glücklosen Dichter Rodolfo gestaltet Tigran Hakobyan viril kraftvoll mit leicht rauer Tenorstimme, die sich im Laufe des Abends zu strahlender Pracht entwickelt, sich immer gegen die orchestrale Fülle durchsetzen kann. Mit Athanasia Zöhrer, die als Mimì in sein Leben tritt, hat er ein großartiges Gegenüber. Sie überzeugt mit fast grenzenloser Stimmkraft, sicher geführter Sopranstimme, enormer Musikalität und Italianità, ist in der Darstellung fein nuanciert und berührend. 

Das Opernglas - Gabriele Helbig

Überzeugend und unterhaltsam (06.02.2024)

Der Außenbereich des dritten Aktes wurde durch vier aufrechte Birken und eine etwa einen Meter aus dem Boden gebrochene Birke angedeutet. Ein schwarzer Vorhang wurde so konstruiert, dass sich bestimmte Abschnitte öffnen und schließen oder der Rahmen dessen, was auf der Bühne zu sehen war, verschieben ließ. Die Inszenierung von Alexandra Liedtke, unterstützt von den Dramaturgen Eva Bunzel und Ulrich Frey, war überzeugend und unterhaltsam. Darüber hinaus philosophierten sie mit Beobachtungen und Überlegungen zu Tod und Sterben, die möglicherweise stellvertretend für oder zumindest im Zusammenhang mit Mimì stehen. Dieses Material wurde über das Tonsystem der Oper übertragen und von einer weiblichen Stimme in markanten Momenten während der Oper geflüstert, für die die Musik gelegentlich unerwartet unterbrochen wurde.
[...]
Xenia Cumento war schauspielerisch und stimmlich als Musetta sehr lebendig, ebenso wie Samuel Chan als Marcello. Matteo Maria Ferretti und Oleksandr Kharlamov als Schaunard und Colline machten das Beste aus den kleineren Rollen, die Puccini für ihre Figuren geschrieben hat. Unter der Leitung von Benjamin Reiners, dem Generalmusikdirektor der Oper Kiel, erwachte Puccinis Partitur in vielen Nuancen von Tempo und Lautstärke zum Leben. Er achtete sehr darauf, die Bedürfnisse der Sängerinnen und Sänger zu beachten und auf sie einzugehen [...]

Hinweis: Die Ausschnitte des Artikels wurden aus dem Englischen übersetzt.

Seen and Heard International - Daniel Meyer-Dinkgräfe