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Rubén Dubrovsky

Gastdirigent

Der Wahlwiener Rubén Dubrovsky wurde als Sohn einer polnisch-italienischen Künstlerfamilie 1968 in Buenos Aires geboren.

Der vielseitige Künstler ist Mitbegründer und Leiter des Bach Consort Wien, das von der internationalen Presse für seine »konzeptuelle Klarheit« und zugleich »mitreißende Virtuosität« gefeiert wurde. Nach zahlreichen Konzerten mit dem Bach Consort Wien im Wiener Musikverein, gab Dubrovsky 2008 sein Operndebut mit Vivaldis Orlando Furioso an der Oper Bonn. Es folgte die Eröffnung des »Sala Martin y Soler« am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, mit Martin y Solers L'arbore di Diana.

Rubén Dubrovsky hat zahlreiche Werke der »Alten Musik« wiederentdeckt und zur modernen Erstaufführung gebracht, darunter 2010 das Oratorium Cristo nell’orto von Johann Joseph Fux beim Styriate und Osterklang Festival, 2011 Pergolesis La Maddalena als sepolcro in der Kathedrale von Ancona, von UNITEL als Teil der Gesamteinspielung von Pergolesis Werk auf DVD aufgezeichnet, im gleichen Jahr Alessandro Scarlattis Marco Attilio Regolo und 2013 Nicolo Porporas Polifemo am Theater an der Wien.

2011 erstand unter seinem Dirigat, erstmalig in der Geschichte der Semperoper Dresden, die Aufführung von Monteverdis L´incoronazione di Poppea. Monteverdis Selva morale e spirituale im Wiener Stephansdom wurden 2013 vom ORF Fernsehen übertragen.

Der Südamerikanischen Barockmusik und ihrer Verbindung zu Europa widmen sich seine Programme »Alleluya Mexiko« mit Musik von Gaspar Fernandez in Zusammenarbeit mit dem Hilliard Ensemble und dem Zürcher Kammerorchester, das in der Tonhalle Zürich, in Ascona und beim Rheingau Festival gastierte (von ARTE übertragen), sowie das Projekt »Vidala« über die gemeinsamen Wurzeln der italienischen Barockmusik und der südamerikanischen traditionellen Musik, das im Wiener Musikverein, bei der Styriarte in Graz, den Händelfestspielen Halle, in Santiago de Compostela und bei den Schwetzinger Festspielen zu erleben war.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist auch die Beschäftigung mit Johann Sebastian Bach. Mit dem Bach Consort Wien führte Rubén Dubrovsky im Wiener Musikverein alle Brandenburgischen Konzerte, Violin-, Oboen- und Cembalokonzert sowie zahlreiche Kantaten auf. Seine Interpretation von Bachs Weihnachtsoratorium wurde mit dem Chor und Orchester des Spanischen Rundfunks Live im Fernsehen und Radio übertragen.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die Opern von G.F. Händel, bisher mit szenischen Produktionen von Giulio Cesare, Rinaldo, Radamisto und Agrippina in Kiel, Tamerlano in Bonn sowie Orlando in Wien. Er dirigierte die Eröffnungsgala der Händelfestspiele in Karlsruhe und zahlreiche Instrumentalwerke Händels mit dem Musikkollegium Winterthur, dem Barockorchester Breslau und dem Philharmonischen Orchester Kiel.

Zu den Höhepunkten als gefragter Konzertdirigent zählen Joseph Haydns Die Jahreszeiten auf Schloss Esterházy. Zur Wiener Klassik zählt ebenso Mozarts La Clemenza di Tito, die unter Rubén Dubrovskys Dirigat erstmals in Wien auf Originalinstrumenten aufgeführt wurde (am Theater an der Wien). In Kiel dirigierte er ebenso späte Sinfonien Haydns und Mozarts.

Darüber hinaus interessiert sich Rubén Dubrovsky aber gleichfalls für das Repertoire der Russischen Moderne, für Werke von Schostakowitsch, Prokofjew, Stravinsky oder Arvo Pärt.

In zahlreichen Opern- und Konzertproduktionen arbeitete Rubén Dubrovsky u.a. mit Künstlern wie Anna Prohaska, Deborah York, Emma Kirkby, Roberta Mameli, Verónica Cangemi, Ann Hallenberg, Bernarda Fink, Franco Fagioli, Terry Wey, Max Emanuel Cencic, Valer Sabadus, Michael Schade, Daniel Johanssen, Florian Boesch, Gianluca Buratto, Erich Höbarth, Christophe Coin, Vittoro Ghielmi, sowie den Wiener Sängerknaben oder dem Hilliard Ensemble zusammen.

Auch als Lehrer ist Rubén Dubrovsky gefragt. Er ist Künstlerischer Leiter der Austria Barock Akademie und gab Meisterkurse am Tschaikowski Konservatorium und am Gnessin Institut in Moskau, am Mozarteum Salzburg, der Universität Belgrad, der Scuola Civica in Mailand und am Konservatorium in Buenos Aires.

In der  Spielzeit 2014/15 dirigiert Rubén Dubrovsky u.a. Neuproduktionen von Jean-Baptiste Lullys Atys in Kiel, Händels Rinaldo am Theater an der Wien in der Kammeroper, Glucks Alceste in Mannheim, Händel/Vincis Semiramide riconosciuta bei den Händelfestspielen Halle, Gassmanns La Betulia liberata beim Wiener Osterklang-Festival, sowie Bachkantaten mit dem Chicago Bach Ensemble und Geistliche Musik von Vivaldi im Wiener Stephansdom (mit ORF Fernsehübertragung). Gleichfalls steht eine Konzert-Tournee mit dem Musikkollegium Winterthur und dem Else Klink – Ensemble durch Deutschland und die Schweiz an, mit Werken von Schubert, Wagner, Webern und Strasnoy.